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      Meteorologie > Interpretation Satelittenbild

      Interpretation Satelittenbild

      Kategorie:
      Tutorial

      Eines der wichtigsten Werkzeuge zur kurzfristigen Wetteranalyse und KÜrzestfristprognose ist auch heute noch das Satellitenbild. Technisch gesehen ist der Wettersatellit vereinfacht dargestellt nur eine Kamera die geostationär im Weltall auf 36km HÖhe die Erde fotografiert und u.a. die BewÖlkung von oben zeigt. So kann der Wettersatallit - Über Europa ist es z.B. Über viele Generationen hinweg der bekannte Meteosat  - in verschiedenen Wellenlängen (Spektralbereichen) Aufnahmen anfertigen. Die Fernerkundung via Satellit nimmt einen immer grÖßeren Stellenwert ein, da sie eine vergleichsweise gÜnstige MÖglichkeit bietet, Wetterdaten global zu erfassen und auf teurere Bodenwetterstationen immer häufiger verzichtet werden kann. Sie werden in den Alpen aber nie verzichtbar sein!

      Infrarot-Modus (IR)

      Im Infrarotbereich werden verschieden temperierte Bereiche aufgelÖst. Je heller die Darstellungstufe, umso tiefer ist die Temperatur. Der Satelitten liefert also Oberflächentemperaturen die in etwa bis auf das Grad genau stimmen. Bei wolkenlosem Himmel erkennt man häufig und sehr markant die tageszeitliche Aufheizung sowie die nächtliche AbkÜhlung Über ganzen Kontinenten (v.a. Sahara). Mit diesem Wissen kÖnnen wir feststellen, dass je kälter eine Wolke ist, sie umso hÖher reichen muss. Richtig, es handelt sich dabei um die Wolkenoberflächentemperatur. Gewitterwolken sind die klassischen Vertrete von Wolken, die die kälteste Oberfläche aufweisen (nicht selten unter -65°C). Wolken einer Warmfront werden aufgrund ihrer WolkenhÖhe ebenfalls kalt dargestellt. Im Infratorbereich ist die Erfassung von bodennaher BewÖlkung jedoch oft sehr schwierig.

      Übrigens: Da auch zur Nachtzeit die Wärmestrahlung funktioniert, liefert der IR-Satellit durchgehend Aufnahmen, derzeit im Intervall von je 15 Minuten.

      Visueller Modus (VIS)

      m visuellen Modus wird die Erde exakt so abfotografiert wie sie das menschliche Auge sehen wÜrde. Es wird jedoch weitgehend auf Farbwiedergabe verzichtet. Der Grund dafÜr liegt in der hÖheren Detailtreue im S/W-Modus. Vielmehr sind es ja nur 255 Graustufen. Nur durch den Farbverzicht kÖnnen kontraststarke und dennoch scharfe Aufnahmen gemacht werden. Mit hochgezÜchteten Megapixelkameras (Über 100Mpixel) kÖnnen feinste Wolkenstrukturen erfasst werden, ja einzelne Wolkenstraßen lassen sich ebenfalls erkennen wir einzelne Cumuliwolken. Dies ist mit IR-Aufnahmen nicht mÖglich.

      Der VIS-Modus hat einen ganz entscheidenden Nachteil. Er funktioniert nur bei Tageslicht und steht im Sommer etwa 14 im Winter nur 8 Stunden zur VerfÜgung. Auch muss bedacht werden, dass im Winter Über Schneeflächen die Wolkendecke nur teilweise sichtbar ist.

      Wassdampf-Modus (WV)

      Im Wasserdampfmodus, einem weiteren Spektralbereich, kann der Satelitt durch Absorbtionsmuster sogar feinste WÖlkentrÖpchen erfassen. Je heller die Darstellung auf der Aufnahme, desto feuchter ist die Luftmasse, je dunkler umso weniger Wasserdampf ist in ihr enthalten. Diese WollkentrÖpchen sind viel kleiner als die kleinsten RegentrÖpchen (6 Mikrometer) und kÖnnen nur durch Absorbtion der Erdstrahlung ermittelt werde. Damit lassen sich ganz eindeutig auf Luftmassen und deren "verborgene Wasseranteil" erfassen.

      Es wurden nur die drei wichtigsten Spektralbereiche genannt, die fÜr uns Piloten von esenzieller Bedeutung sind. Allerdings hat sich dessen Aussagekraft fÜr den Flugsport deutlich relativiert, seit auf fast jedem Berg eine Webcam steht. Dennoch bietet das Satellitenbild, bessern noch dessen Animation Über einige Stunden, eine sehr gute MÖglichkeit zur kurzfristigen Einschätzung der BewÖlkungsentwicklung. In weiteren Spektralbereichen kÖnnen Wettersatelliten auch Aerosol- und Staubemisionen erfassen.

      PS: Wird noch auf der Startseite unter das Satelittebild (Info) gehängt


      Copyright: Stefan Hörmann, gleitsegelwetter.de, (22.11.2008 - 00:00 Uhr)



      Permalink: Interpretation Satelittenbild

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