
Der Westföhn ist ein meist wenig bekannter Vertreter der Lee-Winde. In den Alpen tritt er überwiegend bei mäßiger bis starker Westströmung oberhalb der mittelhohen bis hohen Lagen, respektive oberhalb ca. 2000m auf, während die bodennahen Schichten zunächst durch Inversionen windberuhigt sind. Mit dem tageszeitlich bedingten Abbau der schützenden Inversion kann sich im Lee von ausgeprägten Nord-Süd gerichteter Kämme oder Gebirgszüge eine derart intensive Leesituation bilden, dass der Höhenwind aus West als Föhnwind bis ins Tal durchgreift. Gegenüber Nord- und Südföhn ist er jedoch weniger stark ausgeprägt und äußerst punktuell ausgeprägt.
Besonders oft von Westföhn betroffene Regionen für Westföhn sind das Alpenrheintal sowie das Inntal östlich vom Arlberg. Auch bei Westföhn können Föhnanzeiger in Form von Lenticulariswolken in Erscheinung treten. Meist gehen sie aber bedingt durch unzureichende Abtrocknung in feuchter Westwetterlage mit anderen Wolkenformen einher.
Westföhn tritt immer nur äußerst punktuell auf und vorhergesagt werden kann er so gut wie gar nicht, da er nicht nach dem herkömmlichen Prinzip durch einen Druckgradienten zwischen trennenden Gebirgen funktioniert. Vielmehr ist der Westföhn eine Mega-Wirbelschleppe die bei starker Strömung im Lee und ausreichend breitem Tal vertikal geneigt ist und zur Durchmischung und damit zur Erwärmung führt. Er hat große Ähnlichkeitem zum Mittelgebirgsföhn in Deutschland.
Merksatz:
Für uns Piloten ist der Westföhn meist ohne große Bedeutung, denn ohnehin tritt der Westföhn nur bei unbeständigen Starkwindlagen auf die für uns selten flugtauglich sind. Föhn (Eine dem Gelände folgende, abwärts gerichtete Strömung) kann in jede Richtung vorkommen, entsprechend auch die Namensgebung. Ostföhn gibt es z.B. im Schwarzwald.
05.11.09 - 31.10.10
14.01.10 - 31.10.10
15.04.10 - 31.10.10
25.06.10 - 31.10.10
ab 27.07.10
Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf während der Arbeitszeit