
Dauerabo ab 14.11.11
14.11.11 - 31.10.12
01.02.12 - 31.10.12
01.05.12 - 31.10.12
15.08.12 - 31.10.12
nicht bestellbarDer in der Fliegerszene als "Bayrischer Wind" bekannte grÖßerräumige Wind gehÖrt zum Überregionalen, tagezeitlich bedingten thermischem Windsystem. Er entsteht im Zuges des tageszeitlich bedingten Druckfalls in den Alpen durch starke Erhitzung der inneralpinen Luftmasse bei geringem Gesamtvolumen (Alpenländisches Hitzetief) und wird als Durckausgleichswind aus Nord bis Nordost aktiv. An thermisch aktiven Tagen kommt er etwa ein bis zwei Stunden nach Thermikbeginn auf. Er Überlagert Überdies das Taleinwindsystem und erreicht eine vertikale Mächtigkeit von bis zu 2500m. Dabei ÜberspÜlt er vielfach tiefere Kammbereiche. FÜr Streckenflieger ist die Kenntnis Über seine punktuelle Stärke von besonderer Bedeutung, behindert ein langanhaltender, bis in den Abend reichender Nordwind den RÜckflug nach Norden doch erheblich oder macht diesen gar unmÖglich.
Analog zum Bayerischen Wind in den Nordalpen funktioniert dies auch auf der AlpensÜdseite. Hier wird häufiger vom Po-Wind gesprochen, der anders als in den Nordalpen, hier aus SÜd weht, vorausgesetzt der Überregionale, durch die großräumigen Druckgebilde einhergehende Luftdruckentwicklung, Überlaget den Po-Wind nicht.
Der Bayerische Wind ist ein sehr zuverlässiger und perfekt fÜr den Thermiksport geeigneter Wind der vor allem an den Alpenrandzonen fÜr langanhaltende thermisch-dynamische FlÜge sorgt. Seine Stärke von um die 20-30 km/h sorgt jedoch häufig fÜr nicht sehr hohe, verblasene Thermik die mit dem Tagesgang und der inneralpinen Hitzetiefentwicklung immer schwerer zu StreckenflÜgen genutzt werden kann. Ein zeitiges Starten verhindert nicht nur die Gefahr von Lee-Turbulenzen erfasst sondern auch verblasen zu werden. Der Bayerische Wind wandelt am Vormittag noch im Luv liegende Bereiche (SÜdhänge) in markante Lee-Zonen um, die fliegerisch sehr anspruchsvoll werden.
Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf während der Arbeitszeit