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Meteorologie > Meteo-Infobox > Fliegerschreck Genuatief

Meteo-Infobox

Fliegerschreck Genuatief

Das Genuatief gehÖrt zu jener Sorte von Tiefs die Über einen längeren Zeitraum im Alpenraum aktiv sind. Zugrunde fÜr eine Genuatiefentwicklung liegt meist eine Kaltfront (oder HÖhenkaltluft) die Über den Westalpen schneller nach SÜden vorankommt als in den Nord- und Ostalpen, wiederum bedingt durch die Luv- und Lee-Einwirkung des mächtigen Alpenbogens. Aufgrund der besonderen Konstallation der Temperaturverteilung, sowohl in horizontaler als auch vertikaler Richtung, kann sich ein sogenanntes Leetief (Leezyklogenese) bilden. Der Luftdruck sinkt sÜdlich der Alpen immer weiter, die Druck- und Temperaturgegensätzen verschärfen sich und es kommt zur Frontenentwicklung. Während bei einem Genuatief in den Nordalpen bodennah schon ost-/nordÖstliche Winde vorherrschen, weht dort der Wind in der HÖhe aus sÜdlichen Richtungen. In den SÜdalpen hingegen weht er hochreichend aus SÜden. Bedingt durch den Alpenhauptkamm gleitet forntvorderseitig feucht-warme Luft Über den Alpenhauptkamm nach Norden, und dort auf die bodennah zugefÜhrte kÜhlere Luftmasse.

Typische Merkmale sind zunächst kräftiger SÜdstauniederschlag und schwacher SÜdfÖhn im Norden, dann auch im Norden verstärkt auftretende Aufgleitniederschläge aus SÜden die nach und nach, mit Verlagerung des Genuatiefs Über Norditalpen, OstÖsterreich und Ungarn, in den Nordalpen zu einer ebenso markanten Nordstaulage fÜhren. Häufig befindet sich die aktive Luftmassengrenze direkt Über den Alpen. Aufgrund der meist langsamen Zuggeschwindigkeit fÜhrt ein Genuatief i.d.R. fÜr viele Tage zu sehr schlechtem Flugwetter beidseits der Alpenhauptkammes. Ein Genuatief tritt Überwiegend in Form eines HÖhentiefs auf, das eine eigenständige Zirkulationsstruktur aufweist und oft schwer im Detail vorhersagbar ist.

Edit 08.02.09:

Der gesamte Winter 08/09 war bis Mitte Februar stark von Genua- und Mittelmeertiefentwicklungen geprägt. Gigantische Schneemassen, die fÜr die SÜdalpen sehr ungewohnt sind, sind in diesen zwei Monaten durch intensive SÜdstaulagen niedergegangen. Zuletzt folgte am Wochenende vom 6. bis 8. Februar eine SÜdstaulage die innert 30 Stunden im SÜdstau vom Tessin bis nach Osttirol nochmals 60-80, vereinzelt Über 100cm Neuschnee gebracht haben. Auf der Alpennordseite brachten diese Wetterlagen dagegen sehr häufig kräftigen SÜdfÖhn. Mit der stärksten und anhaltendsten SÜdfÖhnlage vom 01.02. bis 07.02. wurde die Schneeauflage in den Nordalpen zunächst sehr strapaziert.

Die enormen Schneemengen des Winters in den SÜdalpen werden durchaus auch positive Auswirkungen auf unserer FrÜhjahrsfliegerei haben(Wolkenthermik/Abrisskanten/Windsysteme).

Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf während der Arbeitszeit

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