
Dauerabo ab 14.11.11
14.11.11 - 31.10.12
01.02.12 - 31.10.12
15.04.12 - 31.10.12
15.08.12 - 31.10.12
nicht bestellbar19:15 Uhr: FÜr zwei geile Sachen unterbreche ich kurz meine Arbeit.
In den Westalpen dreht der Wind momentan auf Nordwest bis Nord. Die Vorbereitung fÜr den morgen Tag geht los.
Über SÜddeutschland bildet sich gerade eine faszinierende Gewitterlinie.
Quelle: sat24.com
18:30 Uhr: Paul Guschlbauer wieder am Phone. "Sehr starke Thermik, es kachelt wie Sau. War froh das ich gelandet bin. Was ist da los?
Es ist feucht-labil in einem thermisch hochaktiven Gebiet. Der Tagesgang tut sein Übriges dazu. Mit jedem Grad nimmt bei dem vorhandenen Feuchtenangebot die Labilität zu. Starke Aufwinde bedingen starke Taleinwinde. Die fetten Cumulus, die starken Steigwerte und der Wind geben einen Vorgeschmack auf Freitag, wo es thermisch zur Sache geht.
17:40 Uhr: Michi Gebert, Ferdinant van Schelven und Jon Chambers setzen zwischen den Plätzen 5 bis 7 ihren Platzierungskampf fort und konnten endlich abgleiten. Christians verfolger, Tomma Coconea, Paul Guschlbauer und Martin MÜller machen unter sich voraussichtlich die Plätze 2 bis 4 aus. Da kommt es heute darauf an, a) soweit wie mÖglich nach SÜden voranzukommen und b) sich die beste Startposition fÜr Nordwind zu sichern.
Paul Guschlbauer, der experimentierfreudige legt vor und fliegt ganz nahe an Tomma Coconea heran, der derzeit noch auf dem Weg auf den Berg ist. Paul kann ihn schnappen.
17:30 Uhr: Christian Maurer und Thomas Theurilat am Ziel. Herzliche Gratutlation zu diesem tollen Erfolg, zu dieser Demonstration hÖchster Flugkunst im Gleitschirmsport. Danke schÖn fÜr die letzten 12 spannenden Tage in der Luft und am Boden.
15:35 Uhr: Paul Guschlbauer am Phone: "Du, hier hat's grad gedonnert. Wo steht n das? :-) 10km nordwestlich von ihm; und er auf dem Berg.
Christian, wage ich zu gehaupten, wartet bis am Abend mit dem Flug auf's Floß, damit am Samstag die Verfolger noch die Chance haben, bis am Abend das Floß zu erreichen. Das wäre schon fein.
14:35 Uhr: Gewitter in den westlichen Savoien. Die Basis liegt um 2000-2300m. Schauer. Tiefe Wolken. Herbst. Nur bedingt nutzbar. Beachtet die Schauerentwicklung im Dreiländereck CH-FR-IT.

Quelle: sat24.com
Da läuft es sich leichter, sagen sich Michi Gebert, Ferdinant van Schelven und Jon Chambers, die am Fuße des Mt. Blanc nur wenige hundert Meter bzw. wenige Kehren auseinander ihr Duell am Gegenberg Parion ausrennen. Jungs, rennt. Morgen wird geflogen. Vielleicht kÖnnt ihr ja doch noch Tomma Coconea noch einholen.
13:30 Uhr: Yes, auch Helmut Eichholzer hat nun den Wendepunkt am Matterhorn, den Viertelzylinder, erreicht, durchflogen und muss nun den Mt. Blanc in Angriff nehmen.
12:35 Uhr: Tomma Coconea will es wissen. Während der letzte X-Alps 2007 und 2009 wurde Über ihn gespottet. Er kÖnne doch nicht fliegen und versuche den Erfolg nur Über seine extreme Laufleistung zu erlangen.
Heuer muss man sagen, dass er fliegerisch stark aufgeholt hat. Er hat jetzt schon mehrfach im laufenden Wettebewerb unter Beweis gestellt, dass er auch fliegerisch enorme Fortschritte zeigt. War er in frÜheren Jahren eher der Kämpfer am Boden, hat er seine Leistung in der Luft stark verbessert. Heute fliegt Tomma bei Wetterlagen wo er frÜher den Weg auf den Berg garantiert gescheut und Strecke zu Fuß gemacht hätte. Heute nimmt er auch schlechtes Wetter an, wie am heute. Er arbeitet mit, nicht mehr gegen das schlechte Wetter.
Top Job, Coco.
Aktuell steht er jedoch auf 2100m an den franz. Alpen, der Savoien, direkt in der Basis und wartet auf das Einfließen der trockenen Luft, die erst am Abend zu erwarten ist. Nur ein starker Tagesgang kÖnnte die Basis markant anheben. Ein starker Tagesgang wÜrde bei der feuchten Luft aber die Labilisierung Über ein gesundes Maß hinaus forcieren, Schauer und Gewitter während umgehend die Folge. Dank der relativ tiefen Temperatur hält sich das Schauern- und Gewittern zurÜck, denn die Aufwinde in der erwärmten Wolkenluft sind gegenÜber der nur wenig kÜhleren Umgebungsluft gering.
Ausreichend labil, damit jeder Hasenfurz die Luft zur Hebung, Kondensation und Wolkenbildung fÜhrt. Fliegen an der Basis bei schwachen Aufwinden. Christian hat die viel bessere Luft, dort im SÜden Richtung Monaco, nur noch 27 km entfernt.
10:45 Uhr: Paul am Telefon "Wird das nochmal was, oder wie schauts aus". Die gute Nachricht. Von Westen wird es bzw. ist es blau. Die schlechte Nachricht: Blau = Sonne = Thermik = ganz schnell wieder mehr tiefe Quellungen. Die Basis liegt auf 2300m und wird kaum Anstalten machen, zu steigen. Es weht Nordwind, BÖen mit 15, max. 20.
08:05 Uhr: Helmut Eichholzer im Sauwetter beim direkten Aufstieg Richtung Wendepunkt Matterhorn. Vom Herbst in Tal in den Winter am Berg. Ein guter Sommer. FÜr die Gletscher.
07:45 Uhr: Das Verfolgerduo im Regen, Leader Christian in der Sonne. Westlich des roten Kreises zieht eine Auflockerungszone herein. Die dÜrfte zu klein sein. Paul und Toma sind jedenfalls auf dem Weg auf die Startplätze. Die Verfolger des Verfolgerduos haben das noch viel schlechtere Wetter mit extrem tiefer BewÖlkung.
Christian macht sich startklar, voraussichtlich zu seinem finalen Endanflug Richtung Mittelmeer. Noch einmal virtuell mitkurbeln. Ich freu mich drauf.
7:15 Uhr: Sehr feucht heute morgen in Chamonix. Sogar noch schlechter als vorhergesagt.
Auszug aus der Prognose fÜr X-Alps Support:
"Wolken: Am Morgen 8/8 auf 1800-2000m mit hochnebeligen Talwolken. Am dem
frÜhen Vormittag Anstieg der Basen auf 2400-2500m und kurzzeitig Abnahme
auf 3-5/8. Ab dem späten Vormittag 4-6/8 mit Basen wieder max. bei 2400m,
in Schauern absinkend. Generell am Nachmittag 7-8/8 um 2300-2400m Über den
Bergen. Deutliche hÖhere Basen in den Östlichen inneralpinen Bereichen als
in den westlichen tieferen, angestauten Lagen."
Quelle: Chamonix.com
06:15 Uhr: Genialer Schattenwurf an hochreichender KonvektionsbewÖlkung. Das ist die Okklusion der Adria-Randtiefs. Der Anstrahlwinkel ist nahezu parallel zur Wolkenoberfläche. Nein nein, im Schatten scheint nicht die Sonne. Oh, welch ein Satz, welch Bedeutung. :-) Im Schatten liegt nur die tiefere BewÖlkung. Auch Über SÜddeutschland erkennt man den Schattenwurf an einer kleinen "Gewitterkonvergenz". Dort hat es in der Nacht ordentliche ge...
...kÜbelt und anfangs auch geblitzt.
Quelle: sat24.com
06:00 Uhr: Gelände- und Landschaftskunde. Die Savoier Alpen und die Haute Alps, stellen heute die Wettergrenze dar. Im SÜden, wo Christian Maurer derzeit nach SÜden marschiert, liegt die weniger schlechte Luft, während der Rest in den feuchten und anfälligen Savoien ihren Ausgangspunkt suchen.
05:30 Uhr: Seit dem 14.07.2011, also seit genau zwei Wochen, liegt dieser elendige HÖhentrog Über Mitteleuropa und sorgt fÜr schlechtes, sehr feuchtes und instabiles Wetter auch im gesamten Alpenraum. Auch davor war die Wetterlage alles andere als stabil und der Sommer fand zumeist nur auf dem Kalender statt.
05:15 Uhr: Gleich zwei Randtiefs zirkulieren im Alpenraum bzw. in Alpennähe um die Wette. Eines Über dem SÜdosten, das eine, das fÜr die X-älpler interessante, Über Frankreich. Es sorgt Über den franz. Alpen nochmals fÜr Windsprung bodennah auf West. Die Feuchte staut sich vor allem zwischen Genfersee und etwa Briancon, wo die Westalpen eine ausgeprägte, weit nach West vorlaufende Gebirgskette ausbilden. Luv- und Lee geben sich die Klinke in die Hand, was fÜr Paul Guschlbauer auf der Jagd nach dem zweiten Platz von Tomma Coconea fÜr beide wieder zum K(r)ampf unter den tiefen Wolken wird. Nicht viel besser geht es den Verfolgern, unter denen Michi Gebert ist.
Christian Maurer indess, er hat mit 67km zu Monaco nicht nur noch einen Katzensprung vor sich, er liegt auch in der etwas besseren Luft. Er wird heute den Sack zumachen.
Die Situation verdeutlicht. dass ein ein einziger HÖhentrog mehrere Teiltiefs ausbilden kann.
Quelle: Sat24.com
04:15 Uhr: Wird Zeit, dass es endlich Sommer wird !!!
Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf während der Arbeitszeit