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      Red Bull X-Alps 2011


      Nach 2005, 2007 und 2009 hat Gleitsegelwetter 2011 den Meteo-Support für einige Teams durchgeführt.
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      Red-Bull - X-Alps 2011 (1285)

      Tag 10 - Feucht-labiles Wetter für den Rest des Monats

      16:35 Uhr: Endlich. Michael Gebert fliegt nun und muss in der Viertelzyliner fliegen. Der Holländer Ferdi van Schelven hat das gerade getan und gleitet Über Zermatt. Klasse Michael. Der Aufstieg zum Gletscher war sicher brutal. Von Paul Guschlbauer fehlt Übrigens seit Stunden jeder Kontakt, auch die Supporter wissen noch nichts von dessen Verbleib.


      15:20 Uhr:  Christian unterm Schauer gelandet. GrÜner Kreis, wieder seine Position, Pfeil = Zugrichtung.
      Quelle: wetter24.de


      15:13 Uhr:  Christian ist nicht nur ein Adler, sondern nun auch noch Uhu. Unter 100 km nur noch.


      14:15 Uhr: Christian bekommt es jetzt mit den Abschattungen zu tun. GrÜner Kreis, seine aktuelle Position. Blauer Pfeil, die Zugrichtung des Feuchtefeldes. Es handelt sich um eine Gemisch aus Altocumulus und Cirrus darÜber sowie starker QuellbewÖlkung die ihre Energie vom Boden bezieht. Wenn es Chrigel schafft an der Basis zu bleiben, kann er den Durchgang in des Feuchtefeldes in der Luft Überstehen. Wunschdenken und Spekulation ist das von meiner Seite. WÜrde es ihm ja zu gerne gÖnnen, dass er es noch heute bis nach Monaco schafft.

      edit: und hinten im Feld ist jetzt auch Martin MÜller bei Visp gelandet, womit nur noch Christian in der Luft ist, einsam seine Kreise - naja, es sind eher Geraden - in die Landschaft zieht und Kilometer um Kilometer dem erfrischenden Mittelmeer entgegengleitet. Beim leztzen Vimpernschlag war es noch 116, beim vorletzten 125km.


      Quelle: sat24.com


      13:30 Uhr: Popcorn. Das ganze Wallis ist ziemlich zucumuliert. Christian hat im Westen noch ziemlich gute Karten. Der Wolkenbatzen am Westalpenrands wird sÜdwestlich an ihm vorbeizziehen. Christian kurbel mit Spitzen von 8m/s. :-)



      11:10 Uhr:
      Entlang des Westalpenrandes hat jetzt nach Durchgang der mittelhohen und hohen Abschattungen die Einstrahlung eingesetzt und die bodengebundene Cumulusproduktiuon (durch Thermik) geht jetzt los.

      Übrigens: Die Wolkenfelder vom Morgen waren die Wolkenreste des Randtiefs mit der Okklusion von gestern. Mit dem Tagesgang hat sich ja gestern dieses Randtief gebildet, dessen RestbewÖlkung in der labilen Luft sich im mittelhohen Niveau gehalten hat. Durch den HÖhentrog befindet sich die Luft mehrheitlich in der Schwebe. Die feuchte Wolkenluft sinkt nicht ab, kann daher nicht auftrocknen. Dazu braucht es schon aus den bodennahen Schichten heraus Thermik und Durchmischung. An diesem Punkt sind wir jetzt wieder angelangt und das Spiel von gestern wiederholt sich. In den nächsten ein bis zwei Stunden werden wir sehen, wie schnell die Auflockerungen mit Sonnenschein und Cumulusproduktion wieder geschlossen werden.

      Vielleicht kann Christian die LÜcke nutzen? Er ist sÜdlich gut.


      11:05 Uhr: Paul seine letzte Position. Dort scheint es landbar zu sein. Die Webcam ist allerdings alt, vom frÜhen Morgen um 7 Uhr. Das Wolkenbild, siehe unten, hat gewaltigere Gestalten angenommen.



      Quelle: www.zermatt.ch/


      10:30 Uhr: Paul Guschlbauer, ein Wahnsinnkerl, fliegt unter den dicksten 8/8 Abschattungen unter denen sich in der labilen Luft Quellungen gebildet haben. Das verdeutlicht die Labilität, wie hier am Webcambild Richtung Matterhorn vom Riffelberg aus zu sehen ist. Mehrschichtige BewÖlkung. In der HÖhe Abschirmungen durch Altostratus, darÜber sogar Cirrus.

      Der Hebungsantrieb innerhalb des HÖhentroges ist derartig groß, dass selbst diffuse Einstrahlung reicht, Quellungen zu erzeugen, unterstÜtzt durch lokale LuftstrÖmungen in Hangnähe, welche die Hebung begÜnstigen. Ist das Luftpaket erst einmal kondensiert, kann die wärmere (feuchte) Wolkenluft gegenÜber der kÜhleren (trockenen) Umgebungsluft weiter steigen und dem Flieger darunten einen Aufwind anbieten, der auch abseits vom Sonnenschein funktioniert. Dies ist bei Gewitterlagen ein sicheres Zeichen der Überentwicklung.



      Quelle:
      http://www.zermatt.ch/


      09:15 Uhr: Tomma Coconea und Christian Maurer nehmen den Tag unglaublich frÜh in Angriff, und es geht in der labilen Luft thermisch. Sie wissen wie es um die Qualität des Tages bestellt ist.


      09:00 Uhr: Den besten KÜrzestfristwetterbericht erstellt sich der Pilot selbst und nimmt als wichtigstes Handwerkzeug dazu das Satelittenbild, am besten animiert um die Verlagerung und Entwicklung von Feuchtepaketen verfolgen und abschätzen zu kÖnnen. Der Abgleich von SOLL-Wetter (Wettermodelle) zur IST-Wetter (Satelittenbild, Radar, Windwerte) ist unerlässlich in der täglichen Prognostik. Man erkennt, wie ein dichtes Wolkenfelder gerade ins westliche Wallis driftet. Sitzt der Pilot am Berg und fehlt die Horizonalsicht, kann der Blick auf das Satellitenbild zeigen, ob es dahinter auflockert, oder ein Gewitter hereinzieht (Radar) oder Sturmwind folgt (Messwerte). Im Zeitalter von Smartphones eigentlich ein Must-have-Feature eines jeden Piloten. Der Abruf, selbst im Ausland, sollte den ein oder anderen Euro wert sein.


      An den Westalpen wird die Feuchte durch die Tageserwämung zunächst etwas angeheizt, die relative Luftfeuchte nimmt wie der Taupunkt kurz ab. Allerdings ist die Schichtung der Warmluft labil. Quellungen werden sich schon am Vormittag hinderlich auswirken.


      Quelle: sat24.com


      07:25 Uhr: FrÜhstÜcken, dann weiterarbeiten. Thermikmagazin wartet auf Bilder


      07:20 Uhr: Ich tippe diese Zeilen


      07:15 Uhr: Alle Texte geschrieben. Text korrigiert (Alle Schreibfehler raus -> schlechte Augen)... :-( Prognose verschickt.


      05:40 Uhr: Erstellung der Morgenprognose fÜr den regulären GFS-Prognosebetrieb. Die zentralen Nordalpen erhalten bestätigt einen besseren Flugtag.


      05:35 Uhr: Erstes kurzes FrÜhstÜck. Kurz gedanklich entspannen und Umstellung auf regulären Prognosebetrieb. Der Schwenk ist nicht einfach.


      05:30 Uhr: Prognosen an Supporter verschickt, SMS-Hinweise an Athlet und Supporter raus, die nun den Lappi zÜcken und den Tag Über nach dem Schlechtwetter ticken.


      04:20 Uhr: Prognose fÜr die Teams aus- bzw, die Vorabendprognose Überarbeiten und Schlechtwetter verkÜnden bzw. bestätigen :-(


      04:15  Uhr: Weckel bimmelt, aufstehen.


      Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf während der Arbeitszeit