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      Red Bull X-Alps 2011


      Nach 2005, 2007 und 2009 hat Gleitsegelwetter 2011 den Meteo-Support für einige Teams durchgeführt.
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      Red-Bull - X-Alps 2011 (1110)

      Tag 7 - Die verflixte 7. Das sind Zustände beim Wetter...

      21:45 Uhr: Interessantes Detail zu später Stund. Der Belgier Thomas de Dorlodot scheint auf dem Weg zum Wendepunkt am Matterhorn als einzigster Athlet im Feld die nÖrdliche Route Über den Malojapass zu wählen. Will er dem morgen anzutreffenden NordfÖhn entfliehen und in der labilen Schauerluft nach Westen Richtung Wallis fliegen?


      18:07: Oha, oh hoppala. Das kann ein wilder Ritt am Sonntag werden. Da kann ein Maurer wieder sein Werkzeug durch die Luft fetzen lassen.


      17:17 Uhr: Achtung Gewitterzelle! Die schaut aber schick aus. *freu* SchÖner regenfreier Aufwindbereich mit scharf abgegrenztem Niederschlagsvorgang dahinter. Alle gelandet und in einer Mulde sitzend die Beine geschlossen?

      edit: SÜdlich von Sondrio nun kräftige Gewitter mit vielen Entladungen (Blitze)
      edit: Gewitterzelle hatte vorhin kurzzeitig an der Wolkenoberfläche in ca. 11.500m -62°C.

      Ein schÖner feuchter (warmer) Aufwind der da durch die (kÜhlere) UmgebungsfÖhnluft durchgeschossen ist.


      Quelle:http://www.meteopiateda.it/webcam/piateda.html

      Auszuug aus der Prognose an die Teams vom Morgen. "Ab Mittag erneut Entwicklung von starker und ausschichtender QuellbewÖlkung mit neuen Schauern, nur vereinzelt Gewitter, die bis am Abend jederzeit und Überall im Prognosegebiet entstehen kÖnnen." Da ist es nun . :-(((


      17:07 Uhr: Hoppala, einzelne Blitze sind nun im Puschlav und Sondrio detektiert. Ui ui ui.... Am Diavolleza auf 3000m Nordwestwind, am Berninapass Nordwind mit 53 km/he BÖen, 26 im Mittel.


      NordfÖhn und Gewitter, das ist eine ganz fiese Mischung. Fallen die feuchten Abwinde in die trockene FÖhnluft, kommt es zur verstärkten AbkÜhlung des Kaltluftausflußes. Je kälter die Luft, desto geringer das Volumen und umso hÖher die Dichte. Das Gewicht der Kaltluftpaketes steigt, des "Fallen" in tiefere Schichten kann extrem beschleunigt und in den Tälern durch verringertes Volumen kanalisiert werden. Je trockener die FÖhnluft (heute nicht sooo trocken), desto grÖßer der Betrag der VerdunstungsabkÜhlung und umso heftiger die FallbÖen. (Downbursts). So ein Downburst hat vor einigen Jahren Ex-Formel 1 Rennfahrer Gerhard Berger Jet am Innsbrucker Flughafen durch die Luft gewirbelt. Daher kein Wunder, dass gerade fliegerisch Stille herrscht, und ich wieder an meine Arbeit gehen kann.


      15:57 Uhr: Gewitter im SÜdtessin, ein gutes, sicheres StÜck abseits der Regionen, wo sich die Athleten derzeit aufhalten, eher gehend oder zuwartend als gleitend. Ein paar Schauer gibt es auch bei Sondrio. Am Alpenrand ist der FÖhn kaum wirksam und es hat sich die schon erwartete Labilisierung und Anfeuchtung durchgesetzt. Das sind ein paa ganz dicke Gewitter drin. Die extrem schwierigen, da selektiven Verhältnisse bestätigen sich leider und die Athleten mÜssen permanent sich Übers Wetter verkopfen. Jetzt ist der Flieger am Berg fÜr sich der beste Meteorologe der Welt.


      Michael hat Nordwestwind mit etwa 8 km/h von hinten, mit ein paar BÖen etwas darÜber.


      15:37: ZurÜck vom Mega-Powernapping. MÜhsam ernährt sich das EichhÖrnchen, aber es geht was. Als einziger im Feld hat Paul Guschlbauer nun den Bart des Tages erwischt und hat im Veltlinstal die Chance sich Tomma Coconea zu packen.

      Edit: Und weg ist er; verschluckt von einer Technik die sich fÜr dieses Event als nicht tauglich erweist und das Erlebnis, mittendrin statt nur dabei zu sein, seinen Stempel aufdrÜckt. Zu häufig kommt es zu, im Extremfall stundenlangem Stillstand, der vom tollen 1-Sekunden-Refresh nicht mehr aufgewogen werden kann. Sorry, aber es nervt tierisch, wenn Du plÖtzlich beim Mitfiebern, beim Kurbeln und AustÜffteln mÖglicher Routenpunkte virtuell eine Krawatte einfängst und gegroundet wirst. :-(

      Interessantes Detail. Der SÜdalpenrand feuchter und labiler abseits des NordfÖhns, der inneralpin weiterhin auf schwachem Niveau die Luft etwas heruntertrocknet.

      Quelle: sat24.com


      12:37 Uhr: Tomma fragt "Wann hÖrt es wieder auf zu regnen". Gleich Ist nur kurzer Schauer.


      11:17 Uhr: Michi im Phone im NordfÖhn. Er wirrk, der FÖhn. Am Berninapasst 17 klm/h Mittel, 28 km/h BÖen aus Nordnordwest.


      11:00 Uhr: Der FÖhn arbeitet nicht mit.. Das aktuelle Satelittenbild zeigt schon die Situation an.

      Quelle: sat.24.com

      Deutlich ist zu erkennen wie ein Randtief Über dem zentralen Alpenraum liegt und das Veltinstal gerade noch so tangiert. Dahinter wird mit nordwestlicher StrÖmung feuchte und labil geschichtete Luft auf der RÜckseite gegen den westlichen Alpenhauptkamm gedrÜckt. Die Luft braucht kar keinen thermischen Hebungsantrieb durch die Sonne. Es reicht der Hebungsantrieb aus, der entsteht wenn die Luft gegen die Nordalpenberge gedrÜckt und angehoben wird. Hebung ist unerlässlich fÜr Quellwolkenbildung.

      SÜdlich des Alpenhauptkammes wirkt schwacher NordfÖhn. Je weiter weg vom Hauptkamm, umso mehr Feuchte konnte bis dahin die Luft als unsichtbaren Wasserdampf speichern. Eh klar, vom Hauptkamm bis zum AlpensÜdrand sind es gut 100 Kilometer. Da ist viel Luft dazwischen, welche die eingebrachte Feuchte aufnehmen kann. BegÜnstigt wird die Abtrocknung durch den Sonnenschein, die damit hÖhere Temperartur und erhÖhtes FassungsvermÖgen. Der Luftdruck fällt hierdurch. GegenÜber der bedeckten AlpensÜdseite wird der Druckunterschied zwischen Nord- und SÜdalpen verstärkt, der NordfÖhn nimmt noch zu, auch heute.

      FÖhnige Effekte sind also erwÜnscht. Ohne sie wÜrden auch die SÜdalpen heute viele Schauer und kaum Sonne abbekommen. Das oft gehasste Lee hat auch seine guten Seiten.

      Helmut 'Heli' Eichholzer nutz sie momentan um in den Bart einzusteigen um heute mÖglichst weit nach Westen zu kommen. Zuerst steht die Talquerung bei Schlanders an. MÖge er schnell kurbeln auf 4000 und rasch nach westen brausen.


      08:25 Uhr: Kommentar von Michael Gebert grad am Phone: "9/8 BewÖlkung bei 1900m und 2500m". Es ist also mehr als zu. :-) Der NordfÖhn braucht noch lange...


      08:12 Uhr: Der fliegende HÖllender macht seinem Namen alle Ehre. Als erster des Tages fliegt Ferdinant von Schelven. Fein.


      08:00: Das Wetter um 8 Uhr am Divolezza auf 3002m, Nachbarberg vom 3901m hogen Piz PalÜ: Leichter Schneefall, -0.8 Grad, Wind aus Nordost mit BÖen bis 20 km/h. Berg in Wolken. In den 6m-Radius um den Piz Palu mÜssen heute noch einige Piloten hineinwandern, oder fliegen. Der Nordwind hat schon eingesetzt. Wird er ausreichend stark sein um die Feuchte gut genug heruntertrocknen zu kÖnnen und wird er schwach genug sein, um fliegbare Verhältnisse zu schaffen. Die Elemente werden sich nahe im Gleichgewicht befindet, mit leichtem Übergewicht fÜr FÖhn am Vormittag.


      06:15 Uhr: Das Wetter im Val di Sol, das in diesen Minuten von Paul Guschlbauer und Martin MÜller durchwandert wird. Basis etwa 1700-1800m. Von Westen zieht gerade ein Schauer herein.

      http://www.valdisole.it/index.php?option=com_wrapper&view=wrapper&Itemid=70&lang=en


      Quelle: www.valdisole.it/



      05:57 Uhr: Das Randtief bzw. die Troglinie die in der Nacht Schauer gebracht hat, zieht jetzt nach Osten ab. Dahinter schwaaach nordfÖhnig unter Zufuhr von feuchter Luft die mäßig heruntergetrocknet wird. Der Tagesgang macht die Stabilisierung wieder zunicht, sobald die Sonne reinkachelt und sich die Thermik (bodengebundene Labilisierung) einsetzt.

      Quelle: sat24.de



      04:55 Uhr: Info Support GER "Morgen Stefan. hat von 20:30 bis 23:30 dauerregen + gewitter. Gestern im vinschgau immer wieder schauer". Gute Prognose, schlechtes Flugwetter und das jetzt schon im siebten Monat des Jahres. Petrus?...



      04:17 Uhr: Heute kÖnnen wir es etwas ruhiges angehen lassen


      Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf während der Arbeitszeit