
Dauerabo ab 14.11.11
14.11.11 - 31.10.12
01.02.12 - 31.10.12
01.05.12 - 31.10.12
15.08.12 - 31.10.12
nicht bestellbarDer Sondenaufstieg (met. Fachbegriff Temp (Sounding) / Emmagramm) ist ein wichtiges Instrument um die Atmosphäre nahezu in Echtzeit zu vermessen. Dabei wird die eigentliche Sonde, das Meßgerät, mit Hilfe eines mit Helium gefÜllten Wetterballons in die Atmosphäre gebracht. Sie zeichnet den vertikalen Verlauf mehrere Wetterparameter auf. So wird neben der Temperatur, Taupunkt/Luftfeuchte und Luftdruck auch die jeweilige Position per GPS aufgezeichnet. Aus diesen wenigen Angaben lassen sich vielerlei Informationen Über den Schichtungszustand und die Dynamik gewinnen, die je nach Wetterlage stets eine eindeutige Kennzeichnung tragen und ein sehr wichtiges Werkzeug bei der Flugwetterprognose darstellen. Eindeutig lässt sich so klären, ob eine labile oder stabile Schichtung vorliegt, ob stÖrende Sperrschichten oder Inversionen vorhanden sind und wie stark der Wind mit der HÖhe dreht und dessen Geschwindigkeit verändert. Per GPS (hochgenau) wird die Meßsonde verfolgt um den Windversatz und damit Windrichtung und Windgeschwindigkeit (Windscherung) feststellen zu kÖnnen.
Mit Prognosetemps, die ebenfalls auch Modellberechnungen fusst, wird versucht auch in der Zukunft die Atmosphäre vorherzusagen um daraus eine Schichtungs- und Aufwindprognose zu generieren, die fÜr Thermikprognosen unabdingbar sind. Dabei spielen Luftfeuchte und Temperaturgradient eine der SchlÜsselrollen, wie gut eine solche Prognose funktioniert.
Zu beachten ist:
Der Temp misst immer den Ist-Zustand zu einer bestimmten Zeit und er misst nicht zwingend den Ist-Zustand Über dem Aufstiegsort. Der Wetterballon kann mit dem Wind in verschiedenen HÖhenschichten in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und in verschiedene Richtungen fortgetragen werden. Im Extremfall FÖhn kann es dazu kommen, dass z.B. ein Wetterballon, in Innsbruck aufgestiegen, in 3000m HÖhe bereits die trockene FÖhnluft Über Sterzing auf der AlpensÜdseite vermisst!
Bei windarmen und Thermikflug begÜnstigten Flugwetterlagen zeichnet der Temp jedoch bei wenig horizontalem Versatz einen stimmigen Schichtungs- und Dynamikzustand auf und bildet fÜr den Piloten eine gutes Werkzeug, Entwicklungen zu bestätigen und kurzfristige Entscheidungen zu treffen. Im Flachland muss der Temp anders gelesen werden als im Gebirge!
Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf während der Arbeitszeit