
Dauerabo ab 14.11.11
14.11.11 - 31.10.12
01.02.12 - 31.10.12
01.05.12 - 31.10.12
15.08.12 - 31.10.12
nicht bestellbarIn der kalten Jahreszeit ist bei Zwischenhochlagen häufig die Situation gegeben, dass wir beim Blick auf die aktuellen Windwerte der Gipfellagen keine Flugbedingungen zu erwarten hätten. Am Beispiel vom 19.11.09 zeigte sich z.B., dass sich sowohl in der Prognose als auch in der Analyse unterhalb etwa 2000m eine stabile Schichtung befunden hat, in welche der lebhafte westl. HÖhenwind nicht durchdringen konnte. Recht gutes Flugwetter herrschte damit in tiefen und mittelhohen Lagen, insbesondere inneralpin und abseits vom windanfälligen Nordalpenrand. Erst oberhalb 2000m trat die erwartete markante Windzunahme auf. Auf HÖhe der exponiert gelegenen Windstation der knapp 3000m hohen Zugspitze wurden 40 km/h im Mittel und BÖen bis etwa 70 km/h BÖen registriert. Inneralpin (u.a. Pinzgau) waren die Wind gemäß der Meßwerte im grÜnen Bereich, variabel und schwach wehend. Im Tannheimertal auf dem Gschwenderhorn, ebenfalls auf etwa 2000m und Über der stabilen Schicht gelegen, war der Wind ebenfalls noch etwas Über vertretbarer Windstärke. Allerdings mit schon deutlichem fÖhniger Struktur, gemäß Pilotenbeobachtung.
Die stabile Schichtung wurde durch Zufuhr von HÖhenwarmluft erreicht. Mit +2 Grad am Nachmittag des 19.11.09 war es auf der Zugspitze fÜr Ende November außerordentlich warm. Gleitsegelwetter fÜhrt auch in der kalten Jahreszeit ständig Analysen und Prognosen der Schichtung durch, denn nur damit kÖnnen speziell fÜr unsere Flugschichten noch annähernd brauchbare Windprognosen und in letzter Folge auch Bewertungen fÜr die Fliegbarkeit abgegeben werden. Seltenst kÖnnen wir ohne Thermik noch FlughÖhen oberhalb 2000-2500m erreichen. FÜr solche spezielle Vorhaben steht unseren Abonnenten der Prognose-Anfrageservice zur VerfÜgung.
Übrigens:
Stabile Sperrschichten trennen verschieden temperierte Luftmassen in der kalten Jahreszeit bei winterlichen Hochdrucklagen besonders effektiv. Sie fÜhren aber auch dazu, dass sich sowohl ober- als auch unterhalb von stabieln Schichten windverstärkende Effekte ergeben. Der Fall vom 19.11.09 gehÖrt dazu. Während westliche Winde in der HÖhe zu windverstärkenden Effekten oberhalb der Sperrschichten fÜhren, werden bei Östl. Lagen die bodennahe Winde unterhalb der Sperrschichten verstärkt.
(Dieser Kurzartikel wurde als Zusatzhinweis fÜr die Prognose der Ausgabe #014/09 erstellt)
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Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf während der Arbeitszeit