
Flachdruckwetterlage bedeutet: Sehr große Isobarenabstände auf der Bodendruckkarte, wenig Luftdruckunterschied über großer Fläche, einhergehend mit sehr wenig horizontalem Luftmassenaustausch -> Sehr wenig Wind. Bei Flachdruckwetterlagen befindet sich die Luftmasse im Tagesmittel in der Schwebe. Wird Energie hinzugeführt, z.B. durch Erwärmung am Boden durch Sonneneintrahlung, beginnt die Luft aufzusteigen, zu labilisieren (Tiefdruck); tagsüber. Wird Energie durch nächtliche Abstrahlung abgebaut, sinkt die Luft ab, es stabilisiert (Hochdruck), nachtsüber. Der gemittelte Luftdruck bei Flachdruckwetterlagen ist besonders im Sommer selten größer als 1015 Hektopascal.
Im Sommer sind Flachdruckwetterlagen besonders dann ungünstig, wenn zuvor eine rel. feuchte Witterung geherrscht hat. Die Restfeuchte im Erdreich wird durch die Sonneneinstrahlung zunächst aufgetrocknet und geht in unsichtbaren Wasserdampf über, der bei Hebung der Luftmasse wieder zu feinsten Wolkentröpfchen kondensiert und neue Wolken bildet. Die Tagesgang bedingte Labilisierung der unteren bodennahen Schichten genügt abseits schützender Sperrschichten für eine erhöhte Schauer-/Gewitterneigung. Es muss nur wenig Energie aufgebracht werden um die Luftmasse zur Hebung und Wolkenbildung zu bringen. Aufgrund fehlenden horizontalen Luftmassenaustausches bleibt auch das große Feuchteangebot sowohl im Erdreich und der Vegetation als auch in der Atmosphäre oft über viele Tage erhalten und verursacht selektives, meist nur mäßiges Flugwetter mit mäßigen Arbeitshöhen.
Flachdruckwetterlagen können aber auch gute Flugwetterbringer sein, wenn die Luftmasse trocken ist!
05.11.09 - 31.10.10
14.01.10 - 31.10.10
15.04.10 - 31.10.10
25.06.10 - 31.10.10
ab 27.07.10
Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf während der Arbeitszeit