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Meteorologie > Meteo-Infobox - Sommer > Die Absinkinversion

Die Absinkinversion

Vereinfachte Funktionsweise einer Absinkinversion

Die Luft hat die Eigenschaft ihre Temperatur zu verändern wenn sie ihre vertikale Lage verändert. Dies ist beim Luftmassensteigen (Tiefdruckgebiet) ebenso der Fall wie im Luftmassensinken (Hochdruckgebiet) und um genau 1 Grad pro 100m wenn keine Kondensation (Wolkenbildung) stattfindet. Herrscht Luftmassensinken vor, sinkt die Luftmasse meist (nicht immer) Über die gesamte vertikale Luftsäule gleichmäßig ab (vereinfacht dargestellt). Der Luftdruck steigt, wir haben ein Hochdruckgebiet.

Da die Lufttmasse Über alle Schichten absinkt und in der Regel im Hoch keine Wolkenbildung vorliegt, erwärmt sich die Luftmasse beim Absinken, um 1 Grad pro 100m. Da das Absinken von der HÖhe ausgeht, erwärmt sich die Atmosphäre auch von oben nach unten, weshalb die Absinkinversion auch ihren Namen trägt. Insbesondere bei herbstlichen Hochdrucklagen kann Warmluftzufuhr in der HÖhe dazu fÜhren, dass die ohnehin schon warme HÖhenluft sich beim Absinken weiter erwärmt und sich so die herbstliche Inversionslage verstärkt.

Beispiel: Nach Durchgang einer Kaltfront ist die Badewanne noch mit Kaltluft gefÜllt die erst erwärmt werden will. Während die Absinkinversion, und damit auch die Erwärmung, in der Nacht arbeitet, kÜhlt sich die bodennahe Luftschicht ab. Oben wird es wärmer, unten kälter. Damit sind die Voraussetzungen ideal, damit sich eine Absinkinversion ausbilden kann, die sich ganz langsam von oben nach unten durchsetzt. Im Sommer wird diese mit dem Tagesgang meist von der Thermik tagsÜber auf- und in der Folge weggemischt; meistens.

Die Luftmasse sinkt im Hoch tatsächlich ab und zwar um etwa 10-30m pro Stunde, je nach Luftdruck (Geopotential) und dessen Tendenz. Daraus resultieren nahezu lächerliche Sinkwerte von wenigen Zentimetern/Sekunde. Das eigentliche Absinken der Luft unterdrÜckt die mechanische Arbeit der Thermik nur marginal, viel mehr ist es die durch die Absinkinversion erzeugte stabile Schichtung, welche die große Freude nicht aufkommen lassen will. Es ist ein Märchen, dass die direkte Absinkbewegung der Luftmasse die thermischen Aufwinde mit mehreren Metern pro Sekunde unterdrÜckt.

Häufig findet an der Absinkinversion auch Ausbreitung von QuellbewÖlkung statt, wenn die Luftschicht unterhalb der Inversion labil geschichtet und/oder noch dazu feucht ist.

Übrigens: Ganz generell kann es auch unterhalb einer Inversion labil geschichtet sein. Das ist in der thermisch aktiven Jahreszeit nahezu immer der Fall, sobald die Sonne einstrahlt.


Copyright: Stefan Hörmann, gleitsegelwetter.de, (05.08.2009 - 05:10 Uhr)


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