
Nach Durchgang einer Kaltfront setzt idirekt dahinter in allen Höhenschichten Absinken der Luftmasse ein. Oftmals wird sogar sehr trockene Höhenluft aus höchsten Schichten in tiefere Schichten transportiert. Beim Absinken der Luftmasse erwärmt sich diese, die in der Luft noch vorhandene Restfeuchte wird durch die Erwärmung "verdunstet/abgetrocknet" und die Bewölkung löst sich auf. Absinkende Luft bedeutet immer auch Luftdruckanstieg (zumindest Zwischenhocheinfluss). In der thermisch aktiven Jahreszeit wird die damit einhergehende Stabilität durch die Thermik mit dem Tagesgang kompensiert und schönes Rückseitenwetter mit Quellwolken und Thermik setzen sich durch.
In der kalten Jahreszeit hingegen setzt sich (sofern keine weiteren Randstörungen nachkommen) mit der Absinkbewegung rasch auch Inversionsbildung durch, denn schon die erste klare Nacht hinter einer Kaltfront führt zu reichlicher Kaltluftansammlung in den Tälern. Die mit der Absinkbewegung verursachte Erwärmung aus der Höhe verstärkt die Inversionsbildung sogar noch. Ist der Temperaturkontrast und die Feuchte in den tieferen Schichten groß genug, bildet sich Nebel und Hochnebel die von der Sonne tags darauf oft lange nicht mehr weggeheizt werden können.
Die besten Aussichten auf brauchbare Südhangthermik im Winter ist direkt hinter der Kaltfront gegeben, dann wenn die Absinkbewegung noch nicht so stark ist, die kalte stabile Inversionsluft sich noch nicht aufbauen konnte, und wenn der Höhenwind mitspielt. Frontdurchgänge in der Nacht oder am frühen Morgen wären ideal, idealerweise mit wenig Niederschlag und möglichst als Schnee. Der erste Tag kann oft ein hanthermisch nutzbarer sein.
(Dieser Kurzartikel wurde als Zusatzhinweis für die Prognose der Ausgabe #013/09 erstellt)
05.11.09 - 31.10.10
14.01.10 - 31.10.10
01.05.10 - 31.10.10
01.07.10 - 31.10.10
Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf während der Arbeitszeit