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Red Bull X-Alps 2009


Nach 2005 und 2007 hat Gleitsegelwetter auch 2009 den Meteo-Support für einige Teams durchgeführt.
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Artikelübersicht

Kategorie:
Meteorologie

28.08.2010:
  Herbstfliegen in den Dolomiten (1007)

Während der Dolomitensaison von September bis Anfang Oktober bietet Gleitsegelwetter in seinen Prognosen auch 2010 wieder ein Dolomiten-Spezial mit täglichen Punktprognosen für die Dolomiten (bei guten Wetterlagen) an und ich selbst werde diesen Herbst dort zum Fliegen(?) verweilen.

Dieser Artikel basiert auf Ausführungen von 2003 die ich nach eigenem Fliegen vor Ort 2003/2004 auf der alten Gleitsegewetterseite niedergeschrieben habe.

Das Allerwichtigste: Die Auskunft der Col Rodella-Bahn teilte mir heute mit: Die Bahn auf den Co Rodella läuft bis Sonntag, den 10.10.2010. Danach muss vom Se......mehr

 
19.08.2010:
  Die Chance auf einen Hammertag (185)


Es besteht eine Chance auf einen Hammertag...

    ...am Samstag schon ein bisschen, am Sonntag noch ein bisschen mehr.

Zumindest dürfte die Zwischenhochlücke perfekt passen um nochmals gute Strecken mit bis an die 200km zu ermöglichen. Die Cracks holen da sicher noch etwas mehr dabei heraus. Für den ein oder anderen kann das eine der letzten Chancen sein einen sehr weiten Deutschlandflug zu erreichen. Da ist um die Jahreszeit eigentlich nur noch das Nebelhorn die Destination die sowas ermöglicht.

    Die Fakten die von zwei unabhängigen Wettermodellen gestützt werden:

    - Der Höhenho...

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17.07.2010:
  Hagelschlag Starnbergersee (367)

Ich war nach getaner Arbeit von Memmingen Richtung Ammersee/Starnbergersee auf der A96 unterwegs um eigentlich die Gewitterstimmung mit Alpenhintergrund zu foten, denn schon dem Nachmittag standen zwischen Bayerischem Alpenrand und dem Alpenvorland gigantisch schöne Altocumulusbänke mit vielen aufgesetzten kleinen Zinnen. Das deutete auf eine Konvergenz hin und so war klar, diese Richtung wird es sein um die Chance für gute Aufnahmen zu haben.

Dann wuchs das Ding unglaublich schnell, die Wolkenbasis sank ab, war aber total verschmommen und diffus im Wolkenbild. Da entschloss ich mich von der Autobahn runter zu fahren und auf der Landstraße Richtung Starnberg zu fahren. Plötzlich, und unglau...

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09.07.2010:
  Speikboden - Update (306)

Auch die letzten Analysen bestätigen: Kein Druckgefälle von den Nord- zu den Südalpen
hin und damit bestätigt sich die gestern getroffene Aussage. Höhenwind aus Norden ja,
in mittleren und tiefen Schichten nein. Zumindest lassen sich auch anhand der aktuellen
Messwerte von den Hochgebirgsstationen in der Region sehen recht günstig aus.

Druckvergleichswerte keine signifikanten Druckunterschiede feststellen. Auch die aktuellen
Innsbruck 1016.4 hPa
Bozen 1017.0 hPa

Morgen nahezu unverändert. Schaut weiterhin besser aus als in den letzten Wochen! Die Details
dazu in der Prognose, die gegen 19 Uhr......mehr

 
08.07.2010:
  Speikboden am Wochenende.Gehts? (899)

Nachdem der Speikboden ein Gedenkberg ist (gedachte, statt geflogende 200km+x)
sieht es dieses Wochenende etwas entspannter hinsichtlich der Windsituation aus.
Zuletzt lagen ja selbst die Einheimischen mit (...ab jetzt nur noch Hammertage) nicht
so gut. Gleichwohl kann ich sagen, dass der Speikboden ob seiner Beliebtheit noch
für viele Piloten Forschungsraum ist, und auch ich hab mit der Prognostik der lokalen
Bedingunen so meine Probleme (Fehlprognosen der expirementellen Punktprognosen).
Man gestatte mir daher folgendes Wortspiel. Speibrocken statt Speikboden. ...mehr

 
21.05.2010:
  Flugwetter an Pfingsten (808)

Artikel wurde erstellt für DHV-Forum

Guten Morgen,

nach zwei meist fluglosen Wochenenden steht mit Pfingsten für viele Piloten der
Höhepunkt der Frühjahrsfliegerei auf dem Programm, da auch noch Pfingsferien sind.
Die Sehnsucht nach gutem XC- und Thermikbedingungen ist groß, verlief das Frühjahr
doch bisher alles andere als gut und für manche Flugberge am Alpenrand wird es
streckentechnisch allmählich knapp.

Frage an Hörmann: Was kann man erwarten?
Anwort: Eine Nordlage, zieml......mehr

 
10.05.2010:
  Christi Himmelfahrt - Wie wird das Flugwetter und wohin soll ich fahren? (3828)

Wie jedes Jahr zu Beginn der XC-Saison stehen zu den anstehenden verlängerten Flugwochenenden die Piloten Schlange und stellen dutzende von Anfragen im Rahmen ihres Flugwetterabonnements. Vielfach werden die selben Hotspots angefahren, doch stets ist die Frage: Wie wird das Wetter da und dort und vor allem, was kann man fliegerisch erwarten. Schon jetzt liegen wieder  konkrete Prognoseanfragen vor, teilweise mit dem Wunsch der Beantwortung noch vor kommendem Sonntag. In alter Tradition werden zu diesen Terminen auch heuer wieder Flugwetterbesprechungen auf der Webseite veröffentlicht. (09.05.2010).

Inhalt dieses Artikels wird heute und in den nächsten Tagen sein, wie sich die Wetterlagensituation ver&aum...

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31.03.2010:
  Flugwetter Ostern 2010 (1157)

---------------------- Artikel wurde erstellt für DHV-Forum ------------------------

 

Hallo Flieger,

Ostern steht vor der Tür und für viele das erste verlängerte Flugwochenende seit langer Zeit. Damit
beginnt jetzt auch die Streckensaison und es wird sicher in die Thermik- und Streckenhochburgen im
Alpenraum gepilgert, sofern das Wetter mitspielt. Bereits seit einigen Tagen nehmen bei mir die
Anfragen zu Ostern in fast nicht mehr zu bewältigendem Ausmaße zu. D......mehr

 
03.02.2010:
  War: Große Kälte? (593)

Der Artikel letzte Woche zur vorhergesagten großen Kälte war dann doch ein oder zwei Tage zu früh formuliert worden, denn wie wir heute feststellen - es stand schon ab etwa Freitag letzter Woche fest - hat sich jetzt wesentlich mildere Luft im gesamten Alpenraum ausgebreitet.

Wie kann so etwas passieren? Fehlprognosen können immer vorkommen!

Wie im betreffenden Artikel schon festgestellt wurde, befindet sich Strömung über der Nordhalbkugel in ziemlich ungeordneter Struktur und das sonst für Europa bestimmende Westwindband ist stark deformiert. Aufgrund dessen zogen die eher kleinräumigen Tief......mehr

 
27.01.2010:
  Wetterwarnung - Große Kälte (535)

Der Winter 2009/2010 ist schon jetzt von sehr außergewöhnlicher Natur. Er ist im Mittel viel zu kalt und im Alpenraum auch viel zu trocken. Die üblicherweise typischen Nordwest- bis Nordlagen bleiben vollkommen aus und damit auch die wichtigen Winterniederschläge für den Tourismus (und unsere Abrisskanten für's Frühjahrsfliegen). Über weite Strecken haben bisher kalte und bodennah feuchte Ostlagen die Witterung bestimmt. Nur vorübergehend haben es mildere Luftmassen vom Atlantik zu uns geschafft und der Trend bleibt dabei: Es bleibt kalt, ja wird es ab Wochenbeginn (Mo. 01.02.2010) noch um einiges kälter.

Waren bisher in diesem Winter eher die tieferen Flugschichten kalt, er......mehr

 
27.11.2009:
  Dimmerföhn, wenn sich der Föhn nicht ans Lehrbuch hält (1012)

Unter Dimmerföhn versteht man Südföhn, der aufgrund seines sehr hohen Aerosolanteils auch auf der Leeseite der Alpen zu einem sehr dünstigen (feuchter Dunst), teilweise auch gelblich bis orange diffusen Licht führt. Grund hierfür ist die Herkunft der Aerosole mit Ursprung vom Meer dessen Luft feinster Staub- oder Mineralkristalle enthält. Tritt eine geblich orange Färbung des Wolkenbildes auf, kann auch feinster Wüstenstaub enthalten sein, je nachdem woher die Hauptwindrichtung rührt. Der Eindruck eines glühenden Himmels kann sich bei tiefstehender winterliche Sonne und einem hohen Aerosolgehalt verstärken.

Einher geht der Dimmerföhn daher allermeist auch mit &......mehr

 
19.11.2009:
  Fliegerschreck Höhenwind im Winter (831)

In der kalten Jahreszeit ist bei Zwischenhochlagen häufig die Situation gegeben, dass wir beim Blick auf die aktuellen Windwerte der Gipfellagen keine Flugbedingungen zu erwarten hätten. Am Beispiel vom 19.11.09 zeigte sich z.B., dass sich sowohl in der Prognose als auch in der Analyse unterhalb etwa 2000m eine stabile Schichtung befunden hat, in welche der lebhafte westl. Höhenwind nicht durchdringen konnte. Recht gutes Flugwetter herrschte damit in tiefen und mittelhohen Lagen, insbesondere inneralpin und abseits vom windanfälligen Nordalpenrand. Erst oberhalb 2000m trat die erwartete markante Windzunahme auf. Auf Höhe der exponiert gelegenen Windstation der knapp 3000m hohen Zugspitze wurden 40 km/h im Mitt...

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18.11.2009:
  Absinken hinter der Kaltfront (628)

Nach Durchgang einer Kaltfront setzt idirekt dahinter in allen Höhenschichten Absinken der Luftmasse ein. Oftmals wird sogar sehr trockene Höhenluft aus höchsten Schichten in tiefere Schichten transportiert. Beim Absinken der Luftmasse erwärmt sich diese, die in der Luft noch vorhandene Restfeuchte wird durch die Erwärmung "verdunstet/abgetrocknet" und die Bewölkung löst sich auf. Absinkende Luft bedeutet immer auch Luftdruckanstieg (zumindest Zwischenhocheinfluss). In der thermisch aktiven Jahreszeit wird die damit einhergehende Stabilität durch die Thermik mit dem Tagesgang kompensiert und schönes Rückseitenwetter mit Quellwolken und Thermik setzen sich durch.

In der kalte...

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11.10.2009:
  Buchenberg: Starkwindvorfall 10.10.09 (1843)

Am 10.10.09 ereignete sich am Buchenberg nähe Füssen ein Starkwindvorfall, bei dem drei Piloten in eine Notlage geraten sind und mit bis zu 40 km/h Rückwärtsfahrt (trotz beschleunigter Fahrt mit 60 km/h/Air) teilweise an der Rettung landen mussten. Einer der betroffenen Piloten bat um eine Re-Analyse des Vorfalles, wie es zu dieser Situation kommen konnte. Vorweg: Es war mit Kaltfrontaufzug zu rechnen.

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10.10.2009:
  Mistral/Nordföhn/Bora ab 12.10.09 (669)

Bereits in den letzten Läufen der Modelle hat sich die zu erwartenden Nordlage in der Prognose gefestigt. Mit einem einleitenden Tief - es liegt mit seinem Kern bereits über Deutschland - stehen die Nordalpen unmittelbar vor dessen Einwirkung. Im Vorfeld dessen ging es heute morgen wie "geschätzt" noch bedingt zum Soaren im bayr. Alpenvorland, insbesondere für Starre. Ich kam erst gar nicht weg und wurde rückwärts ins Grad geschmissen, wie so oft, dank lediertem Knie. :-( Die Lücke war eh klein, aber sie war da (Hallo Stefan T.).

Bereits in der kommenden Nacht erreicht eine aktive Kaltfront die Nordalpen. Es handelt sich um eine absolut aktive Kaltfront, denn sie liegt im Einflussbereich d...

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24.09.2009:
  Dolomiten: 25-26-27.10.09 (1033)

Hallo liebe GFS-Abonnentin, hallo lieber GFS-Abonnent,

während der letzten Tage haben mich wieder zahlreiche Prognoseanfragen erreicht. Im speziellen geht es ums Dolomitenflugwetter, da es das zweitletzte Wochenende ist, bevor die Bahn am Col Rodella zumacht (04.10.09). Zudem findet dort das 1. Dolomites Flying Meeting statt, das von vielen Abonnenten besucht weden möchte. Burkhard Martens hält dort ja auch einen seiner tollen Vorträge. Aufgrund der Summe der Anfragen bündle ich diese und mache morgen Donnerstag, den 24.09.09, wieder mal eine Sonderausgabe speziell (aber nicht nur) für die Dolos über die drei kommenden Tage.

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17.08.2009:
  Sondenaufstieg / Der Temp (1460)

Der Sondenaufstieg (met. Fachbegriff Temp (Sounding)  / Emmagramm) ist ein wichtiges Instrument um die Atmosphäre nahezu in Echtzeit zu vermessen. Dabei wird die eigentliche Sonde, das Meßgerät, mit Hilfe eines mit Helium gefüllten Wetterballons in die Atmosphäre gebracht. Sie zeichnet den vertikalen Verlauf mehrere Wetterparameter auf. So wird neben der Temperatur, Taupunkt/Luftfeuchte und Luftdruck auch die jeweilige Position per GPS aufgezeichnet. Aus diesen wenigen Angaben lassen sich vielerlei Informationen über den Schichtungszustand und die Dynamik gewinnen, die je nach Wetterlage stets eine eindeutige Kennzeichnung tragen und ein sehr wichtiges Werkzeug bei der Flugwetterprognose darstellen....

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05.08.2009:
  Die Absinkinversion (736)

Vereinfachte Funktionsweise einer Absinkinversion
Die Luft hat die Eigenschaft ihre Temperatur zu verändern wenn sie ihre Lage verändert. Dies ist beim Luftmassensteigen (Tiefdruckgebiet) ebenso der Fall wie im Luftmassensinken (Hochdruckgebiet) und um genau 1 Grad pro 100m wenn keine Kondensation (Wolkenbildung) stattfindet. Herrscht Luftmassensinken vor, sinkt die Luftmasse meist (nicht immer) über die gesamte vertikale Luftsäule gleichmäßig ab (vereinfacht dargestellt). Der Luftdruck steigt, wir haben ein Hochdruckgebiet.

Da...

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10.07.2009:
  Fliegen im Warmsektor (824)

Der Warmsektor wird in jenen Bereich definiert, der zwischen einer (abgezogenen) Warmfront und nachfolgender Kaltfront liegt. Je weiter der Abstand auf den Frontenkarten zwischen Warm- und Kaltfront ist, desto eher kann sich dazwischen ein schwaches Zwischenhoch entwickeln und umso länger hält sein Einfluss an. Hinter einer Warmfront steigt der Luftdruck für gewöhnlich immer etwas an und umso ausgeprägter, je "geöffneter/ breiter" der Warmsektor ist. Vor allem in der thermisch aktivsten Jahreszeit zwischen Mai und August bringt ein Warmsektor häufig eine kurze, aber recht gute Flugwetterlage.

Übrigens: Im Gegensatz zu einer Warmfront, welche die Schichtung durch Zufuhr v...

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24.06.2009:
  Flachdruckwetterlage (1198)

Flachdruckwetterlage bedeutet: Sehr große Isobarenabstände auf der Bodendruckkarte, wenig Luftdruckunterschied über großer Fläche, einhergehend mit sehr wenig horizontalem Luftmassenaustausch -> Sehr wenig Wind. Bei Flachdruckwetterlagen befindet sich die Luftmasse im Tagesmittel in der Schwebe. Wird Energie hinzugeführt, z.B. durch Erwärmung am Boden durch Sonneneintrahlung, beginnt die Luft aufzusteigen, zu labilisieren (Tiefdruck); tagsüber. Wird Energie durch nächtliche Abstrahlung abgebaut, sinkt die Luft ab, es stabilisiert (Hochdruck), nachtsüber. Der gemittelte Luftdruck bei Flachdruckwetterlagen ist besonders im Sommer selten größer als 1015 Hektopascal.

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15.06.2009:
  Große Hebungszonen (834)

Im Bereich von Frontaktivität gibt es oft besondere aktive Hebungszonen. Diese kommen durch eine starke Windscherung in der Höhe zustande, wenn entweder unterschiedlich warme und feuchte Luft zusammenströmt oder verschiedene Windrichtungen auf engem Raum vorhanden sind. Die über große Flächen stattfindende Hebung der Luftmasse kann nicht nur erhalten sondern beschleunigt werden. Im Sommer sind solche Hebungszonen oft der Auslöser für großräumige Gewittertiefs, wenn unter zunehmend feuchter Luftmasse und günstigen Winden plötzlich Hebung einsetzt, die Feuchte kondensiert und sich große Gewittersysteme über mehrere hundert Kilometer Fläche erstrecken. Oftmals...

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27.05.2009:
  Pfingstfliegen: Wohin? (1149)

Die Großwetterlage ist weiterhin sehr instabil und längere stabile Hochdrucklagen waren in den letzten Wochen Mangelware. Diese endlos scheinende Geschichte möchte an Pfingsten ihr Fortsetzung schreiben und wiedereinmal muss der Flugwetterbericht dafür herhalten, wo denn über das verlängere Wochenende die am besten nutzbaren Lücken in Deutschland oder im Alpenraum zu finden sind.

Situation vom 27.05.09

Aktuelle Wetterlage: Zunehmend windige Nord-Nordwest-Rückseitenlage mit Warmfrontaufzug.

Nach Abzug der Kaltfront, welche erstmals seit Wochen die schwüle (feuch-labile) Luftmasse komplett ausgeräumt hat, stell......mehr

 
18.05.2009:
  Vatertagfliegen: Wohin? (850)

Guten Morgen,

nach einem kribbeligen Wochenende steht nach einer kurzen Woche wieder ein verlängertes Wochenende zu doppelten Ehren des Vaters an, das wir möglichst in der Luft verbringen möchten. Wo sind die besten Ziele mit den größten und ergiebigsten Flugaussichten und werden die Klassiker Ihr Versprechen halten und wieder die Piloten nahezu magnetisch anziehen können?

Großwetterlage bis zum kommenden Wochenende:

Mäßige West-/Südwestströmung mit teilweise feucht-warmer Luftmasse die am Di. etwas, am Mi. und Do. deutlich durch kurze Zwischenhochvorstöße in den  Alpenraum s...

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30.04.2009:
  1. Mai Wochenende. Wohin? (1039)

Mehr als ein Dutzend Anfragen zum Flugwetter am Wochenende bei einer erneut schwierigen, da nicht sehr stabilen Wetterlage sind mittlerweile eingetroffen und oftmals wurden die selben Regionen zum bevorzugten Fluggebietsziel gewählt. Ob das mit dem Wetter konform geht? Wird werden sehn. :-)

Aufgrund der instabilen Wetterlage mit feucht-labiler Luftmasse sowie einer leichten bis mäßigen Nord-/Nordostströmung kommen viele Fluggebiete in Frage. Die besten Destinationen wechseln aber täglich. Kurz und bündig ein paar Tipps zu den kommenden Tagen. Bitte beachtet auch die jeweiligen Punktprognosen in den Abendprognosen der kommenden Tage. Ich werde dort die am häufigsten gefragen Fluggebiete al...

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10.04.2009:
  Seichter / Flacher Föhn (1913)

Seichter Föhn, teilweise auch flacher Föhn genannt, ist eine spezielle, oft unscheinbare Föhnform. Ist der Gradient des Luftdruckes am Boden im Bereich eines Gebirges mit ausgeprägten Luv- und Leeseiten ausreichend groß, kann sich eine bodennahe Ausgleichströmung einstellen die stets zum tiefen Luftdruck hin gerichtet ist. Der Druckausgleichswind strömt anstatt über die Kämme durch die Täler und über Pässe, während die Windwerte auf den Gipfeln der Berge keinen Föhn anzeigen.

Druckgradient und Druckgefälle (hydrostatisch):

Beschränkt sich ei......mehr

 
02.04.2009:
  Ligawettbewerb in Sillian 5/5 (1527)

Aufgrund des Eintreffens eines halben Duzend an Anfragen von GFS-Abonnenten zum 1. Ligadurchgang vom 2. bis 5. April in Sillian, gibt es heute abend bis am Mittwochabend allabendlich ein kleines Spezial zur Flugwetterentwicklung im Pustertal, öffentlich für alle und auch ohne GFS-Abonnement.

Wetterlage:
Die Großwetterlage ist derzeit durch ein Mittelmeertief gekennzeichnet das mit seinem Frontensystem eine markante Luftmassengrenze über den Alpen bildet und vorwiegend von feuchter und höhenwarmer Luftmasse südlich des Alpenhauptkammes geprägt ist. Noch bis einschließlich Donners......mehr

 
27.03.2009:
  Die Warmluftblase (1255)

Damit sich gute Aufwinde entwickeln können, wird in jedem Fall neben guter Labilität eine ausreichende Erwärmung des Erdbodens benötigt. Je nach Absorptionsrate des Untergrundes (Albedo) wird mehr oder weniger kurzwellige Sonnenstrahlung in langwellige (fühlbare) Wärmestrahlung umgewandelt, welche die Luft direkt erwärmt.

Damit ein Luftpaket aufsteigen kann - es braucht ja auch noch einen Auslöseimpuls - muss es ausreichend temperiert sein. Ein Maß dafür ist die überadiabatische Erwärmung die sich direkt auf die bodennahe Aufheizung durch Einstrahlung...

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20.03.2009:
  Überentwicklung (1450)

Von Überentwicklung spricht man, wenn die Thermik bei Labilität aufgrund von zu hoher Luftfeuchtigkeit zu verstärkter Quellbewölkung führt. Dabei wird der zunehmende Bedeckungsgrad einerseits zu Abschattungen und damit zum Ende der bodengebundenen Thermik führen, anderseits sorgt die Wolke selbst dafür, dass bei der Kondensation soviel Auftriebsenergie freigesetzt wird, damit der Aufwind durch die Wolke selbst am Leben gehalten oder sogar noch verstärkt werden kann.

Die Wolkenluft bleibt dann immer wärmer als die Umgebungsluft um die Wolke herum. Bei feucht-labilen Wetterlagen geht de......mehr

 
13.03.2009:
  Konvergenz/Umkehrthermik (1173)

Im Bereich einer Konvergenz herrschen Winde vor, die auf einen Punkt oder eine Regionen zuströmen. Die Luftmasse wird dabei zum Ausweichen, zum Aufstieg in die Höhe gezwungen. Hebung setzt ein. Sie kann durch Gebirge sogar noch verstärkt werden. Im Bereich einer Konvergenz, z.B. wo Talwindsysteme aufeinandertreffen, gibt es ot breite, hohe und starke Thermik. Ist die Luft aber besonders feucht, z.B. präfrontal einer Front, bilden sich in Konvergenzbereichen häufiger Gewitter. Eine Konvergenz kann Ursache als auch Wirkung von Labilität sein.

Eine Konvergenz herrscht übrigens auch dann, wenn mehr Luftmasse in einen Bereich hineinströmt (durch Wind und Themik) als nachgeführt werden......mehr

 
10.03.2009:
  Was ist eine Troglinie? (1253)

Eine Troglinie ist quasi eine Kaltfront hinter der eigentlich Kaltrfront. Innerhalb eines Troges, der mit labiler Höhenkaltluft gefüllt ist, bilden sich häufig zahllose Schauer und je mehr, je größer die Labilität ist. Bei großer Labilität und viel Windscherung (wichtig) organisieren sich diese immer wieder zu richtigen Wolkenstraßen und nehmen sichtlich Frontcharakter an. Solche Troglinien werden häufig viel wetteraktiver als normale Kaltfronten, vor allem wenn sich diese über Land tagsüber durch Bodenerwärmung noch verstärken. Intensive Schauer bis hin zu Gewittern können die Folge sein. Troglinien sorgen in der Luftfahrt, insbesondere aber für den Th...

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09.03.2009:
  Vertikaler Temperaturgradient (2399)

Der vertikale Temperaturgradient ist für die Stärke der Thermik mit entscheidend, denn je stärker die Temperatur mit der Höhe abnimmt, destoleichter kann eine vom Boden abgelöste Warmluftblase aufsteigen. Dabei ist der Betrag der vertikalen Temperaturabnahme endlich. Max. 1.0°C/100m kann sich eine aufsteigende Warmluftblase durch Expansion abkühlen (oder ein Kaltluftpaket beim Absteigen erwärmen). Je nach Temperatur der Umgebungsluft (Labilität) kann eine Warmluftblase solange aufsteigen bis sie das Gleichgewichtsniveau erreicht, also durch Abkühlung beim Aufsteigen die Temp...

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03.03.2009:
  Divergenz (790)

Die Divergenz beschreibt das Wegfließen von Luftteilchen von einem Punkt im Raum, dessen Ursache immer ein Bereich tieferen Luftdruckes in der Nähe ist. Sie führt in diesem Bereich auch zum Absinken einer Luftmasse, da die wegfließende Luftteilchen ersetzt werden müssen. Typische Divergenzzonen sind beim Fliegen in den Alpen (mit Ausnahmen =Talkonvergenz) alle Talbereiche, da die thermischen Hangbereiche mit ihren Aufwinden ständig bodennahe Warmluft nachsaugen. Divergenz herrscht übrigens auch dann, wenn mehr Luftmasse abströmt (Themik) als nachgeführt werden kann. Ursache des Taleinwindes.

Die Divergenz ist nicht auf fixe Höhen beschränkt. Während im Kern eines......mehr

 
01.03.2009:
  Fliegen über'm Wolken-Top (1002)

Die Wolkenobergrenze, auch Top genannt, bildet die für Thermiksportler maximale Arbeitshöhe. Endet normalerweise nach den Sichtflugregeln (VFR) spätestens an der Basis unser Arbeitsbereich, kann er unter bestimmten Voraussetzungen auch bis in Höhe des Wolkentops, oder wenig darüber hinaus, reichen. Kein Wolkenflug! Insbesondere im Gebirge ergibt sich häufig die Situation, dass kräftige thermische Aufwinde den überregionalen Höhenwind überlagern. Der Höhenwind wird in die Höhe bis zu einem gewissen Grat weggedrückt und der Anströmwinkel der überregionalen Strömt steigt (er wird positiv). Die Thermik mit ihrem...

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22.02.2009:
  Troposphäre (1140)

Die Troposphäre ist jene Schicht der Atmosphäre in der sich das gesamte Wettergeschehen abspielt. Sie erreicht je nach Jahreszeit und Wetterlage eine Höhe zwischen 8 und 14km. In Mitteleuropa erreicht eine winterliche Troposphäre unter Tiefdruckeinfluss und kalter Luftmasse (Trogwetterlage) teilweise nur 7km, bei Hochdruckeinfluss und warmer Luftmasse bis zu 10km. Im Sommer erreicht die Troposphäre bei uns je nach Luftmasse eine Höhe zwischen 11 und 12km.

Innerhalb der Troposphäre kühlt sich die Luftmasse im Mittel mit etwa 0.65K (Grad Kelvin) ab, wichtige Voraussetzung damit ...mehr

 
08.02.2009:
  Fliegerschreck Genuatief (1360)

Das Genuatief gehört zu jener Sorte von Tiefs die über einen längeren Zeitraum im Alpenraum aktiv sind. Zugrunde für eine Genuatiefentwicklung liegt meist eine Kaltfront (oder Höhenkaltluft) die über den Westalpen schneller nach Süden vorankommt als in den Nord- und Ostalpen, wiederum bedingt durch die Luv- und Lee-Einwirkung des mächtigen Alpenbogens. Aufgrund der besonderen Konstallation der Temperaturverteilung, sowohl in horizontaler als auch vertikaler Richtung, kann sich ein sogenanntes Leetief (Leezyklogenese) bilden. Der Luftdruck sinkt südlich der Alpen immer weiter, die Druck- und Temperaturgegensätzen verschärfen sich und es kommt zur Frontenentwicklung. Während be...

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14.01.2009:
  Gutes Winterfliegen? (828)

Das Flugwetter im Winter ist immer eine Krätsche, besonders wenn es auch thermisch sein soll. Herrscht Hochdruckeinfluss, ist es mit anfänglich starken Inversionen sehr stabil und die Neigung zu Nebel und Hochnebel nimmt in allen Alpenteilen mit jedem Tag mehr Hocheinfluss und sich erwärmender Absinkluft zunächst zu. Dann stecken viele Täler über viele Tage im Nebel und nur auf den Bergen scheint die Sonne. Dort hingegen stehen mit zunehmender Höhe immer weniger Heizflächen zur Thermikbildung zur Verfügung. Es braucht schon größere bewaldetes oder freigetautes felsiges Terrain wo die ...mehr

 
30.11.2008:
  Starkföhnphase So. und Mo. (1225)

Nach einem sehr ruhigen und weitgehend föhnfreien Samstagvormittag mit recht gutem und verbreitet auch brauchbarem Flugwetter (siehe Flugwetterprognose von gestern) hat der Föhn ab Mittag, leider wie erwartet, schon wieder eingesetzt. An der Referenz-Wetterstation unseres Flugberges Ebenalp im Schweizer Appenzell ist der Föhn korrespondierend mit Druckfall und Gradientaufbau auf lediglich 4 hPa (Nordalpenrand/Südalpen) bereits zu Mittag wieder sehr rasch angesprungen.

Ab heute Abend bis etwa am Sonntagabend wird das Föhnmaximum des Wochenendes erreicht, fußend auf hochreichendem S&u......mehr

 
22.11.2008:
  Interpretation Satelittenbild (1198)

Eines der wichtigsten Werkzeuge zur kurzfristigen Wetteranalyse und Kürzestfristprognose ist auch heute noch das Satellitenbild. Technisch gesehen ist der Wettersatellit vereinfacht dargestellt nur eine Kamera die geostationär im Weltall auf 36km Höhe die Erde fotografiert und u.a. die Bewölkung von oben zeigt. So kann der Wettersatallit - über Europa ist es z.B. über viele Generationen hinweg der bekannte Meteosat  - in verschiedenen Wellenlängen (Spektralbereichen) Aufnahmen anfertigen. Die Fernerkundung via Satellit nimmt einen immer größeren Stellenwert ein, da sie eine vergleichsweise günstige Möglichkeit bietet, Wetterdaten global zu erfassen und auf teurere Bodenwette...

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21.11.2008:
  Nordföhn im Norden / Südföhn im Süden ? (937)

In den Südalpen kann es genauso Südföhn geben wie den Nordföhn in den Nordalpen. Während in den Nordalpen das Fieschertal sowie das Inntal besonders nordföhngefährdet sind, ist es in den Südalpen bei Südföhn vor allem das Drautal von den Lienzer Dolomiten bis in die Kärnsichen Alpen. Verantwortlich sind Lee-Effekte die prinzipiell hinter jeder Gebirgskette auftreten und umso markanter, je größer die vertikale Erstreckung Tal/Berg sowie dessen Breite ist.

Es gibt den Nordföhn in den Nordalpen und den Südföhn in den Südalpen!

Zugrunde liegt für das Föhnkriterium immer eine mehr oder weniger starke Str&ou......mehr

 
20.11.2008:
  Blubberthermik ausweichen (1568)

Vor allem in den Monaten von Mai bis September treten in den Alpen ab den Nachmittagsstunden häufig intensive Wärmegewitter auf. Sofern es sich wirklich nur um Wärmegewitter handelt und nicht um Frontgewitter, bringen diese auch eher nur lokal begrenzte Niederschläge. Diese können vereinzelt aber so heftig ausfallen, dass regional mehr als 20, im Extremfall auch über 50 Liter oder gar noch mehr Niederschlag niedergeht.

Für den Folgetag hat dies für die Thermikentwicklung natürlich weitreichende Konsequenzen. Die Thermikentwicklung setzt nicht nur später ein, auch die Hänge sind derart naß, dass es die Thermik schwer in ihrer Entwicklung haben wird. Es wird sehr vie......mehr

 
16.11.2008:
  Der Winter kommt mit Macht (576)

Bereits ab dem 15.11.08 hat sich die Großwetterlage weitgehend umgestellt. Mit Verlagerung des Hochdruckgebietes nach Westen - es bracht noch einmal schönes spätherbstliches Wetter - können nun in rascher Folge Tiefdruckgebiete aus Nordwesten auf Mitteleuropa übergreifen. Mit ihren angeschlossenden Fronten bringen sie abwechselnd mal kühlere, mal etwas wärmere Luftmassen. Das hohe Temperaturniveau der vergangenen Wochen wird jedoch nicht mehr erreicht.

Während für die meisten Bereiche in Deutschland nasskaltes Wetter vor der Tür steht, werden in den Nordalpen ab Montag in Etappen die ersten ergiebigen Schneefälle auftreten. Oberhalb 1300m wintert es ein bei sugzessive......mehr

 
13.10.2008:
  Hochnebel (Advektionsnebel) (1110)

Advektionsnebel bedeutet, dass bei horizontaler Zufuhr (Advektion) einer anders temperierten Luftmasse und fehlender Durchmischung sich zwei verschieden temperierte Luftmassen überlagern können (so wie auch Öl auf Wasser schwimmt). So wird bei Hochnebellagen in der Höhe gerne trockene aber sehr warme Luft herangeführt (sie ist Ursache dafür) während in den Tälern schwere und kalte Luftmassen liegt. An der Grenze (Inversion) zu beiden Luftmassen bildet sich Kondensat, die scheinbar am Boden klebende Wolke. Vor allem im Winter ist der Hochnebel oft ein zäher Bursche. Meist sollte er sich inneralpin mit dem Tagesgang auflockern oder auflöse...

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10.10.2008:
  Konvektion (1389)

Wenn ein Energiefluss in vertikaler Richtung stattfindet, z.B. in Form von thermischen Auf- und Abwinden, dann spricht man in der Meteorologie von Konvektion. Vereinfacht beschrieben ist dies der vertikale Luftmassenaustausch. Nicht nur unsere liebgewonnen Aufwinde gehören zur Konvektion, sondern auch die daraus resulierenden Abwinde.

Dabei wird unterschieden zwischen Trockenkonvektion, wie sie unsere Thermik bietet, und Feuchtekonvektion. Mit Feuchtekonvektion wird jener Bereich des vertikalen Luftmassentausches beschrieben, bei der die Trockenkonvektion aufgrund ausreichender Labilität und Feuchtigkeit zur Wolkenbild......mehr

 
07.10.2008:
  Westföhn (1069)

Der Westföhn ist ein meist wenig bekannter Vertreter der Lee-Winde. In den Alpen tritt er überwiegend bei mäßiger bis starker Westströmung oberhalb der mittelhohen bis hohen Lagen, respektive oberhalb ca. 2000m auf, während die bodennahen Schichten zunächst durch Inversionen windberuhigt sind. Mit dem tageszeitlich bedingten Abbau der schützenden Inversion kann sich im Lee von ausgeprägten Nord-Süd gerichteter Kämme oder Gebirgszüge eine derart intensive Leesituation bilden, dass der Höhenwind aus West als Föhnwind bis ins Tal durchgreift. Gegenüber Nord- und Südföhn ist er jedoch weniger stark ausgeprägt und äußerst punktuell ausgepr...

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27.09.2008:
  Bayerischer Wind (1172)

Der in der Fliegerszene als "Bayrischer Wind" bekannte größerräumige Wind gehört zum überregionalen, tagezeitlich bedingten thermischem Windsystem. Er entsteht im Zuges des tageszeitlich bedingten Druckfalls in den Alpen durch starke Erhitzung der inneralpinen Luftmasse bei geringem Gesamtvolumen (Alpenländisches Hitzetief) und wird als Durckausgleichswind aus Nord bis Nordost aktiv. An thermisch aktiven Tagen kommt er etwa ein bis zwei Stunden nach Thermikbeginn auf. Er überlagert überdies das Taleinwindsystem und erreicht eine vertikale Mächtigkeit von bis zu 2500m. Dabei überspült er vielfach tiefere Kammbereiche. Für Streckenflieger ist die Kenntnis über seine punkt...

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26.09.2008:
  Alpenländisches Hitzetief (1098)

Tageszeitliches Alpentief

Das alpenländische Hitzetief ist kein Tiefdruckgebiet im herkömmlichen Sinne wie wir es uns eigentlich vorstellen. Es kommt ganz ohne Fronten aus und selbst die Luftmasse darin ist meist trocken. Das alpenländische Hitzetief ist ein rein thermisch und damit tageszeitlich bedingt entstehendes/vergehendes Tiefdruckgebiet (Bodentief = Konvergenz) das entsteht, wenn in den Alpen die Luftmasse stärker erwärmt wird als im Alpenvorland, bedingt durch effektivere Heizflächen an geneigten, der Sonne zugewandten Hängen und Felsen sowie der alpin geringeren Luftmenge die es zu erwärmen gilt. Mit der zunehmend flächig entstehenden Thermik wird die Lu......mehr

 
05.09.2008:
  Foehnig - Was bedeutet das? (1133)

In den Wetterberichten wird immer wieder der Satzbaustein "Föhnig" verwendet. Er findet dann Verwendung, wenn durch eine anliegende Föhnströmung das Wetter einen anderen Charakter erhält als dies von der Wetterlage her zu erwarten wäre. Dabei gilt, dass föhnig den Gesamteindruck beschreibt und nicht zwangsläufig am Beobachtungspunkt auch Föhn(wind) auftritt.

Per Definition ist festgelegt, dass Föhn zwar vorhanden ist, am punktuellen Standort des Beobachters selbst aber keine Föhnauswirkungen festzustellen sind. Im Sommer kann der Föhn auf den Bergen, im Tal beobachtend, trotz der Taleinwinde zwar sichtbar (Wolken), aber nicht spürbar sein. Es is föhnig. Im Wi...

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03.09.2008:
  Gradient, das Maß für's Wetter (1035)

Mit der Angabe eines Gradienten wird beim Wetter die "räumliche und/oder zeitliche Veränderlichkeit" eines Wetterparameters beschrieben. Anhand der Angabe eines Gradienten, oder einer Gradiententwicklung (abnehmend/zunehmend/gleichbleibend), können Entwicklungen einfach und schnell abgeleitet werden.

Häufige Verwendung findet der Gradient in der Luftfahrt beim Druck- und Temperaturgradienten. Mit diesen beiden Gradienten lassen sich wichtige vertikale wie horizontale Entwicklungen hinsichtlich Labilität und Strömungsgeschwindigkeit einer Luftmasse ableiten (Thermik). Druck- und Temperaturgradient stellen überhaupt die wichtigsten Wetterparameter dar, mit denen der Meteorologe permanent zu...

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03.09.2008:
  Wolkenthermik (988)

Wolkenthermik ist für Thermiksportler (+Streckenflieger) die beste Aufwindart da sie sehr gut die thermischen Aufwinde und derren Versatz markiert. Ebenso verraten Wolkenbild und -form viel über die Thermikgüte und etwaigen Störfaktoren wie etwa Wind oder Turbulenz. Wolkenthermik ensteht dann, wenn die Luftmasse des trockene Aufwindes mit zunehmender Höhe feuchter wird, die Luftfeuchtigkeit ansteigt, die Differenz zwischen Temperatur und Taupunkt (Spread genannt) geringer wird. Kommt es zur Wolkenbildung (Kondensation), wird die in der Luft als unsichtbaren Wasserdampf gespeicherte Energie (Kondensationswärme) freigesetzt, die Wolkenluft bleibt gegenüber der Umgebungsluft lange wärmer und steigt...

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02.09.2008:
  Wirbelschleppe (780)
Strömt die Luft bodennah über Hindernisse wie Bäume, Häußer oder auch kleinere Erhebungen, können sich in dessen Leebereich kleine Wirbel ausbilden die wie eine Kugel mit der Wind "fortrollen" und die Luft sehr unruhig werden lassen können. Dabei gilt: Je stärker die Konturen ausgeprägt, je höher das Hinterniss ist und je stärker der Wind weht, desto stärker die erzeugte Wirbelhaftigkeit der Luft. Insbesondere beim Einfliegen in die bodennahen Schichten werden die Wirbelschleppen relevant, die sich noch bis zur zehnfachen Distanz zur verursachenden Strömungsstörung fortpflanzen können. Wirbelschleppen erzeugen eine starke Unruhe in der Luft und bei Landeanflügen muss konzentriert nach solchen Störungen gesucht werden um sie umfliegen zu......mehr
 
31.08.2008:
  Labilität / Labile Luftschichtung (2078)

Eine labile Luftschichtung kann durch mehrere Vorgänge beim Wetter erzeugt werden. Strömt in der Höhe, relativ zum Boden gesehen, kältere Luft ein, erhöht sich der vertikale Temperaturgradient, die Schichtung wird rein von der Temperatur her labiler. Ebenso führt eine starke Bodenerwärmung zur labileren Luftschichtung. Trockene Labilität ist gut, denn sie ist nicht nur der Antrieb für unseren Thermiksport, sie bleibt auch meist ohne zu große Einschränkung.

Es kann jedoch auch eine "latent (potentiell) labile Luftschichtung" vorherrschen, fussend auf großem Labilitätspotential durch den ...mehr

 
26.08.2008:
  Fluglevel und Höhenniveau (1873)

Sehr wichtig beim Wetter ist die Kenntnis darüber, in welcher Höhe welche Luftdruck herrscht, denn viele Wetterparameter auf Wetterkarten werden nicht auf einer feste Höhe, sondern auf einem Druckniveau erfasst da nur auf Flächen gleichen Luftdruckes die verschiedensten Wetterparameter erfasst und vorhergesagt werden können.

Für uns sind folgende Höhenniveaus wichtig:

1013.1 hPa = Meereshöhe (NN) (FL = Flightlevel - Ca.-Angaben!)
 950 hPa = 0500m = FL 20
 900 hPa = 1000m = FL 30
 850 hPa = 1500m = FL 50
 700 hPa = 3000m = FL 100
 600 hPa = 4200m = FL 150
 500 hPa = 5500m = FL 180

Wichtig: Je nac......mehr

 
26.08.2008:
  Fachbegriff "potentiell labil" (896)

Eine Luftmasse kann labil, stabil oder indifferent geschichtet sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, eine stabil geschichtete Luftmasse vorzufinden die potentiell labil ist. Die Luftmasse bleibt dann solange stabil, wie die darin gespeicherte Feuchte nicht kondensiert und neue Auftriebsenergie freigesetzt werden kann. Erst die Freisetzung der in der Feuchte steckenden Energie versetzt eine stabile Luftmasse in einen labilen Zustand. So kann es bei sehr stabiler Schichtung durch Sperrschichten auch potentiell labil sein. Es gibt nicht selten Flugtage die so stabil, sind dass nur schwache Thermik entsteht, am Nachmittag aber die dicksten Gewitter auftreten. Dann war die Schichtung zwar lange stabil, aber doch potentiell labil....mehr

 
26.08.2008:
  Inversion (965)

Steigt mit zunehmender Höhe die Temperatur an, handelt es sich um eine Temperaturumkehr (inverser Temperaturverlauf) wobei man dann von einer Inversion spricht. So gibt es vor allem in der thermisch inaktiven Jahreszeit oft sehr starke, unüberwindbare Inversionen mit Höhenwarmluft über Bodenkaltluft. Doch auch im Sommer herrscht bis zum Erreichen der thermischen Auslösetemperatur eine Inversionslage vor wobei es im Sommer meistens auch nur schwache Inversionen sind. Beachte: Auch unterhalb oder oberhalb einer Inversion kann es labil sein. So sucht man sich im Herbst gerne hochgelegene Startplätze die über der Inversion liegen. Inversionen sind darüber hinaus windabweisend. Starker Wind unterhalb...

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23.08.2008:
  Ausbreitende Bewölkung (893)
Auf der Rückseite von Kaltfronten steigt der Luftdruck durch absinkende Luftmassen an. Einhergehend mit Zufuhr von labiler, aber noch feuchter Rückseitenluft bildet sich allmählich, durch Absinken bedingt, eine Sperrschicht aus, die ihrerselbst noch absinkt. Mit Beginn der Sonneneinstrahlung und guter Labilität bilden sich bodennahe Aufwinde, die die Sperrschicht immer seltender durchstoßen können. Die Bewölkung expandiert an der Sperrschicht dann nicht mehr vertikal sondern horizonal zur Seite. Störende Abschattungen bilden sich. Sich ausbreitende Bewölkung hat die Eigenschaft, sich nur langsam aufzulösen. Ausbreitende Bewölkung durch eine starke Inversion kann zwar das ganze Jahr......mehr
 
22.08.2008:
  Gewitterkonvergenz (756)

In den Sommermonaten bildete sich vor einer Kaltfront häufig eine feuchte und labile Südwestströmung aus die zusammen mit kräftiger Sonneneinstrahlung zu starker Labilisierung (Feuchtelabilisierung) führt. Über einen großen Raum (mehrere hunder km²) wird die Luftmasse zur Hebung gebracht. Die Steigwerte betragen dabei zunächst nur wenige hundert Meter pro Stunde. Der Luftdruck am Boden fällt, es bildet sich ein Bereich tiefen Luftdruckes. Die am Boden "fehlende" Luftmasse wird aus der Umgebung ersetzt und strömt zum Bereich des tiefen Luftdruckes hin, ja treffen sich die Luftteilchen dort und erzwingen die Hebung der Luftmasse. Es...

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22.08.2008:
  Windscherung (816)

Von einer Windscherung spricht man, wenn der Wind mit der Höhe entweder die Richtung wechselt (Richtungsscherung) oder er seine Stärke markant verändert (Geschwindigkeitsscherung). Je geringer die vertikale Distanz ist, über welche der Richtungs- oder Geschwindigkeitswechsel auftritt, desto stärker ist die Scherung. Windscherung geht für die Thermiksportler häufig einher mit Turbulenzanfälligkeit wenn mit der Thermik in kurzer Zeit verschiedene Höhenniveaus erreicht werden können und man in verschiedenen Schichten fliegt. Vor allem das Eintauchen in die vom Talwind beeinflusste Schicht bringt häufig Windscherungen mit sich. Auch im Lee gibt es häufig heftige Windscherungssitu...

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21.08.2008:
  Kondensation (914)
Luft kann immer nur eine bestimme Menge an Wasser in gasförmigem Aggregatszustand aufnehmen, abhänging von Temperatur und Luftdruck. Erreicht eine Luftmasse eine rel. Luftfeuchte von 100%, z.B. durch Abkühlung, kondensiert der Wasseranteil. Der Aggregatszuständig ändert sich von gasförmig zu flüssig. Damit sich eine Wolke aus dem Kondensationvorgang heraus bilden kann, sind noch feinste Tragerteilchen (Kondensationskeime), sogenannte Aerosole nötig, an die sich die Wolkentröpchen anlagern und wachsen können....mehr
 
21.08.2008:
  Hangthermik (757)

Hanghermik ist die erste thermische Aufwindform des Tages. An geeigneter Exposition, idealerweise nach Süd/Südost ausgerichtet, wird bereits kurze Zeit nach Einstrahlungsbeginn die Erdoberfläche erwärmt. Lange vor Einsatz der hochreichenden Thermik bildet sich eine dünne erwärmte Hangatmosphäre aus, die thermisch bereits früh schwache Hangaufwinde erzeugt. Sie ist zu Anfang nur wenige Meter dick und fliegerisch schlecht nutzbar Mit fortschreitender Einstrahlung und steigendem Sonnenstand nimmt die Schichtdicke massiv zu, sie wir immer besser fliegerisch nutzbar. Die Hangthermik geht nach und nach in sich vom Hang ablösene Thermikblasen über. Im Winter entsteht bei Schneebedeckung nur &...

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20.08.2008:
  Blauthermik (972)

Wenn sich die Luft in den bodennahen Schichten durch Sonnenstrahlung erwärmt, dehnt sie sich aus. Sie gewinnt an Volumen, verliert an Masse und beginnt aufzusteigen. Pro 100 Meter kühlt sie sich exakt um 1°C ab und genau solange, bis die Temperatur der Thermikblase die Temperatur der Umgebungsluft erreicht hat. Man spricht dann auch vom Gleichgewichtsniveau. Bei der Abkühlung steigt die Luftfeuchte in der Thermikblase an. Erreicht die Thermikblase das Gleichgewichtsniveau vor erreichen des Kondensationsniveaus (100% rel. Luftfeuchte), so kommt es nicht zur Kondensation, Wolkenbildung bleibt aus, der Himmel blau, sichtbare Aufwindmarkierungen fehlen und erschweren die Aufwindsuche....

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20.08.2008:
  Kondensationsniveau (922)

Beim Aufstieg eines Luftpaketes (thermisch durch aufsteigende Warmluft / dynamisch durch erwungene Hebung an Gebirgen) kühlt sich die Luft ab, die Luftfeuchtigkeit steigt an. Erreicht der Taupunkt des Luftpaketes die Temperatur der Umgebungsluft, beginnt die Luft zu kondensieren. Die Höhe in welcher die Kondensation einsetzt, ist das Kondensationsniveau. Angegeben in Metern über Normalnull (NN) ist sie in der Flugmeteorologie ein wichtige Größe um die Wolkenbasis, also die max. Arbeitshöhe für den Sichtflug (VFR) vorherzusagen. Das Kondensationsniveau unterliegt tageszeitlicher Schwankunen. Abseits von Störungseinflüssen steigt die Basis mit Einsatz der Thermik noch an. Ist dieser Höh...

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18.08.2008:
  Sommer der Kaltfronten (1038)

Der Schein trügt nicht, dass wird einen der schlechtesten Flugsommer seit vielen Jahren haben. Ich kann mich in meinen acht Jahren in denen ich fliege nicht an so beständig schlechtes Flugwetter erinnern wie dieses Jahr. Dabei begann es so verheißungsvoll mit, so möchte ich behaupten, fast max. erreichbarer Flugzeit im Frühjahr. Dann gab es noch einen Tag im Mai.
Das war es dann.

Seither mussten wir 17 Kaltfronten über uns ergehen, über uns abregnen lassen. Was Felix nicht geschrieben hat, und für uns sehr wichtig ist, das hole ich im Laufe dieses Artikels noch nach.

Zu folgenden Terminen gingen die Kaltfronten durch:

10.06. 20.06. 23.06. 26.06. 29.0...

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10.08.2008:
  Fachbegriff "Präfrontal" (1279)

In manchen Spezialwetterberichten, allen voran in Flugwetterberichten, wird immer wieder der Ausdruck Präfrontal verwendet. So heißt es nicht selten: "Präfrontal einsetzende Gewitter" oder "Präfrontale Föhnlage". Prä steht für das lateinische prae das zu deutsch mit mit vor oder vorne übersetzt werden kann. Es ist also immer eine Wetterentwicklung vor der eigentlich Front gemeint. Der Ausdruck Postfrontal hingegen beschreibt Entwicklungen hinter einer Front. Typisch postfrontales Wettererscheinungen stellen Schauer in labiler Rückseitenluft dar oder auch bereits wieder oft fli...

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20.05.2008:
  Blubberthermik ausweichen (2615)

Vor allem in den Monaten von Mai bis September treten in den Alpen ab den Nachmittagsstunden häufig intensive Wärmegewitter auf. Sofern es sich wirklich nur um Wärmegewitter handelt und nicht um Frontgewitter, bringen diese auch eher nur lokal begrenzte Niederschläge. Diese können vereinzelt aber so heftig ausfallen, dass regional mehr als 20, im Extremfall auch über 50 Liter oder gar noch mehr Niederschlag niedergeht.

Für den Folgetag hat dies für die Thermikentwicklung natürlich weitreichende Konsequenzen. Die Thermikentwicklung setzt nicht nur später ein, auch die Hänge sind derart naß, dass es die Thermik schwer in ihrer Entwicklung haben wird. Es wird sehr vie......mehr

 


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