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Frage an HÖrmann: Hat sich was wesentliches getan?
Antwort: Nein, der Samstag bleibt im Osten feucht-labil während der Westen deutlich
stabiler ist. Das beste Flugwetter finden wird mittendrin. Das wird etwa zwischen dem
Allgäu den dem Pilatus sein. Westl. davon ist die Absinkinversion etwas markanter, Östl.
davon ist diese erst gar nicht vorhanden. DafÜr ist die Luft dort feuchter und deutlich
anfälliger fÜr Gewitter, bei tiefbasiger QuellbewÖlkung. Am Sonntag wird auch im Osten die Luft noch etwas stabiler, aber nicht zu stabil. Dann geht es auch dort, wie etwas im Pinzgau. Am Nachmittag bleibt ein kleines Risiko fÜr Wärmegewitter bestehen. Am Alpennordrand nordÖstliche, schwache, in der HÖhe mäßige Winde.
Frage: Und im SÜden. Was macht der NordfÖhn?
Antwort: Er wird fast kein Thema mehr sein. Der Druckgradient ist nur noch schwach
ausgeprägt und wird mit Bildung des inneralpinen Hitzetiefs weitgehend abgebaut und die Thermik arbeitet gut dagegen. Nur in hÖheren Flugschichten (die deutlich Über 3000m stiegt) ist der Nordwind spÜrbar. Er versetzt die Bärte Über Kammniveau vor allem in Hauptkammnähe noch deutlich nach SÜden. FÖhnturbulenz tritt meist keine mehr auf.
Frage: Wie gut wird die Thermik am Samstag sein?
Antwort: Im Norden je nach Fluggebiet mäßig im Westen unter der Absinkinversion sowie im Osten unter den eher tiefbasigen Quellungen um 2500m. Im oben genannten Gebiet dazwischen auch oft schon gute Thermik. Im SÜden nach der langen Abtrocknungsphase verbreitet gute bis sehr gute Thermik. Die Taleinwindsysteme kommen auf Touren.
Frage: Mit welchen ArbeitshÖhen kann gerechnet werden?
Antwort: Östl. vom Allgäu etwa um 2600m, begrenzt durch die Basis der Cumulis. Im Westen nur wenige Quellungen um 3000m. Im SÜden wird diese erst durch eine schwache Absinkinversion in Über 3200m erreicht, inneralpin sind ArbeitshÖhen bis gegen 3500m realistisch, gemäß Schichtungsprognose. Am Sonntag geht's auch im Ostalpenraum noch ein StÜck hÖher rauf.
Frage: Wie ist die Gewittersituation im Norden und Osten zu bewerten?
Antwort: Östl. vom Allgäu startet der Tag am Samstag noch bewÖlkt, doch die Sonne
kommt raus und kocht die Feuchte auf. Dann geschieht dies wie schon im ersten Interview beschrieben. Blubber blubber, und finde heraus wo es zuerst knallt. Mit den Gewittern entstehen auch ausgewehte hohe Wolkenschlieren die mit der NordstrÖmung nach SÜden ziehen. Daher kann es auch im ungewittrigen Bereich sÜdl. vom Hauptkamm Abschattungen geben, dies besonders Östl. vom Brenner.
Frage: Wo ist wahrscheinlich das allerbeste Flugwetter an Pfingsten zu erwarten?
Antwort: Zwischen dem BÜndlerland und Kärten, aber auch im Norden und Westen kommt jeder auf einige Thermikstunde oder viele Streckenkilometer.
Frage: Lohnt Greifenburg?
Antwort: Absolut, vor allem am noch etwas nordwindigeren Samstag. Am Sonntag und Montag kann man auch am Speikboden mit exzellentem Streckenflugwetter rechnen. Es stehen einige gute Thermik- und Streckentage auf dem Pfingstprogramm. Kleinere Einschränkungen bescheren uns nur Gewitterentwicklungen.
Frage: Ist ein Hammertag absehbar?
Antwort:
Frage: Wie geht es in den Pfingstferien weiter?
Antwort: Es geschieht genau dies was im Artikel im letzten Thermikmagazin von mir beschrieben wurde. Ein erneuter Kaltluftvorstoß aus Norden fÜrht dazu, dass sich die Luftmassengrenze Über unseren KÖpfen befinden wird und der Kampf der polaren und subtropischen Luft mit Frontentwicklung zu schlechtem Flugwetter fÜhren wird, erst im Norden, dann auch im SÜden. Es droht eine neue Tiefdruckrinnenlage aus SÜdwest.
Frage: Wann gibt es die nächste ergiebige Thermik- und Streckenflugwetterlage?
Antwort:
... und nun einpacken und fliegen gehen, das Pfingswetter nutzen.
Copyright: Stefan Hörmann, gleitsegelwetter.de, (21.05.2010 - 12:05 Uhr)
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