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Red-Bull - X-Alps 2011 (1158)

Tag 12 - Heißer Kampf um die Plätze

23:15 Uhr: Evgeny Gryaznow gibt nicht auf. Er rennt so schnell, dass er sogar fliegend im Live-Tracking angezeigt wird. Michael Gebert schein sich geschlagen zu geben. :-(

21:50 Uhr:
Michael Gebert am Telefon. Er will heute Nacht unbedingt den Russen einholen, doch momentan steht er in den Wolken. Die Kaltluft hat durch bodennahes Einfließen die feuchte Luft kondensieren lassen, genauso wie es die Flasche Cola tut, die man in die Hitze stellt. Wird die BewÖlkung morgen am Pass aufreißen damit Michael morgen runtergleiten kann? Sehr spannend das. :-) Morgen frÜh werden wir nochmals telefonieren um die Flugchancen fÜr die letzten Stunden zu erÖrtern. Das wird noch ne heiße Nacht mit dem Russen, der jetzt aber ein einfacheres Terrain zu begehen hat.

20:00 Uhr:
Was ist das nur fÜr ein spannendes Event? Honza Rejmanek wird von Aidan Toase gejagt wie der Fuchs den Hasen auf dem Feld. 18km trennen den 3. vom 4. und man darf gespannt sein, wer sich die letzten 14 Stunden voll verausgabt und sich damit den 3. Rang sicher. Evgeny Gryaznov scheint den Kampf aufgegeben zu haben. Er liegt doch deutlich zurÜck...

...und Honza macht noch schnell einen Abendabgleiter und sichert sich wertvolle Kilometer. Go Honza Go.

Michael Gebert hat vielleicht noch die Chance den Russen zu erreichen, aber das wird extrem knapp werden. Was fÜr eine Spannung.

18:00 Uhr: Herzlichen GlÜckwunsch Alex Hofer zum 2. Platz.
Er hat sein Ding einfach vÖllig unbeirrt durchgezogen und sich allein durch Wind und Wetter gekämpft. Jetzt nochmal hoch zum Mt. Gros hoch, auf die Plattform und ab auf's Floß.

Honza Rejmanek scheint sich den 3. Platz mit einem tollen Geradeausflug in die Gegend von Val d' Isere nun endgÜltig gesichert zu haben. Das werden der Russe und Brite nicht mehr aufholen kÖnnen. Wow, welch ein toller Wettkampf heute zwischen Gryaznov, Toase und Rejmanek. Wenn alles klappt, dann hat auch Michael Gebert morgen den 6. Platz erreicht und den Wettkampf bis zum Ende durchziehen kÖnnen, nachdem er 2007 noch verletzt aufgeben musste. Das wird ihn freuen. Max Fanderl will undbedingt noch das Matterhorn sehen, hat er mir am Mittag noch erzählt. :-)

16:45 Uhr:
Evgeny Gryaznov, Honza Rejmanek und Aidan Toase kämpfen sehr hart um den 3. Platz. Der Russe hat in den letzten 24 Stunden extrem stark aufgeholt. Nicht vergessen ist seine Hochgebirgstour zum Matterhorn. Michael Gebert kämpft sichert sich weiterhin den sehr guten 6. Platz den er sich sicherlich nicht mehr nehmen lässt.

16:00 Uhr:
Alex Hofer legt einen Wahnsinnflug hin und wird heute mit Sicherheit Monaco noch fliegend das Ziel erreichen. Da wird er kräftig die Hand vom Chrigel Maurer geschÜttelt bekommen.

Alex Hofer wartete heute mit Sicherheit das RÜckseitenwetter ab, denn die Kaltfront die sich jetzt an die Alpennordseite legt, war am SÜdwestalpenbogen kaum wetterwirksam. Die Kaltluft hat sich dort von unten her unter die Warmluft geschoben und aus den unteren Schichten heraus hat sich dann die Kaltluft nach oben gearbeitet, so wie ein Keil der unter die TÜr geklopft wird selbige anhebt. Freilich dient der Alpenhauptkamm fÜr die StrÖmung dahinter, auf Nordwest drehend, als die totale Blockade. SchÖn sieht man schon den Feuchtestau den wir die nächsten 24 Stunden am Nordalpenrand haben.


Quelle: www.sat24.com

08:45 Uhr:
Der Kampf um die Plätze ab dem 3. Rang beginnt. Noch etwa 24 Stunden bleiben den Athleten Zeit um sich besser zu plazieren. Der Kampf wird heute eher weniger in der Luft, sondern am Boden ausgetragen. Viel Wind, Abschattungen und labile HÖhenwarmluft stÖren. Und wenn die Sonne einmal kocht, ist es ausreichend labil um fÜr Schauer oder Gewitter zu sorgen. Auch der bÖse Wind, der immer mit von der Parie war in den letzten 14 Tagen, der begleitet uns auch heute wieder. In Martigny berichtet mir Michael Gebert von einem 30er Nordwind. In Aigles, etwas nÖrdlich, kachelt der Talwind (Mistral) mit 38 km/aus Norden rein.

Moment. Sollte es nicht hÖhenwarm und stabil sein? Klar! Es kann sowohl stabil als auch labil sein, gleichzeitig. Sind irgendwelche Sperrschichten (Isothermie/Inversion) vorhanden, kann es unterhalb der Inversion auch labil und thermisch sein. Sofern unterhalb der Inversion genug Luftraum zur VerfÜgung steht, geht es auch dort gut zu fliegen. Daher funktionieren tiefe Täler in den Alpen trotz Stabilität thermisch brauchbar, während die Gebirgsregionen mit der Sperrschicht zu kämpfen haben.


Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf während der Arbeitszeit

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